Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Maria Ho: Frauen haben Angst, gegen Männer zu pokern

Nach wie vor ist das Geschlechterverhalten am Pokertisch ein Thema, das immer wieder zur Debatte steht. Die neueste Stellungnahme dazu kommt von Poker-Pro Maria Ho, die die Meinung vertritt, dass Frauen nach wie vor Angst vor Männern am Pokertisch haben.

Maria Ho
Bildquelle: blogholdempoker.fr

Maria Ho, eine 27-jährige professionelle Pokerspielerin aus Taiwan, hat vor Kurzem erneut das immer wieder Anlass zur Diskussion gebende Thema "Frauen im Poker" aufgegriffen.

Ihrer Aussage nach haben Frauen immer noch Angst, mit Männern zusammen am Tisch zu sitzen und gegen sie anzutreten.

Auf diese Erfahrung kann sie ebenfalls zurückblicken, wenn sie an den Anfang ihrer Karriere denkt, als noch einige männliche Gegner auf sie Druck ausgeübt und sie nicht ernst genommen haben.

"Am Ladies-Event ist nichts Falsches"

Die Dynamik des Geschlechterkonflikts, der sie nun entsprechend begegnen könne, habe sich ihr erst im Laufe der Jahre erschlossen, aber viele Frauen befänden sich noch am Anfang und würden von ihren ersten Erfahrungen abgeschreckt werden.

Aus diesem Grund begrüßt sie Ladies-Events, die weiblichen Spielern den Einstieg in die Pokerszene leichter machen: "Es ist nichts Falsches daran, Frauen einen Turnierplatz zu gewähren, in dem sie gegeneinander antreten können, bis sie sich sicher genug fühlen, gegen die andere große Poker-Community anzutreten."

Maria Ho macht selbst gelegentlich noch negative Erfahrungen, wenn ein Spieler sie nicht kennt. "Wenn ich mich mit ihm am Tisch anlege, schlägt mir oft ein hohes Maß an Aggression entgegen" berichtet sie. "Einige Männer glauben, dass Frauen schwächer sind und deshalb herumgeschubst werden können."

Maria Ho ist in Taiwan geboren, zog dann aber mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten. Seit 2002 spielt sie Poker und machte durch Platz 38 bei der WSOP 2007 als last woman standing auf sich aufmerksam. Ihre Turniergewinne belaufen sich auf fast $400.000.