Zahlungsdienstleister Chad Elie bekannte sich am Montag einer Verschwörungsklage schuldig. Er gab zu, rechtswidrig gehandelt zu haben, da er Zahlungen zwischen verschiedenen Pokeranbietern und US-Kunden abgewickelt hatte. Zuvor ging man davon aus, dass sich Elie gegen die Klagen wehren würde.
Am 15. April 2011, dem "Black Friday", wurden elf Personen u.a. wegen Bankbetrugs, Geldwäsche und Verstößen gegen Glücksspielgesetze angeklagt.
Die Mehrheit der Angeklagten hat vor Gericht noch keine bedeutenden Fortschritte gemacht. Vergangene Woche haben sich 3 Personen schuldig bekannt: Brent Beckley, der Gründer von Absolute Poker, sowie die Zahlungsdienstleister Ira Rubin und Ryan Lang.
Bei zwei Angeklagten hatte man allerdings vermutet, dass sie gegen die Klagen vorgehen würden: John Campos und Chad Elie. Die Namen der beiden Männer hatte man seit dem Black Friday oft im Zusammenhang gehört, da sie gemeinsam rechtliche Schritte eingeleitet hatten.
Am Montag hatte sich Elie dazu entschieden, den Kampf aufzugeben und bekannte sich der Verschwörung in einem Fall für schuldig. Er gab gegenüber Richter Lewis Kaplan zu, von der Rechtswidrigkeit seines Verhaltens gewusst zu haben.
Das Urteil gegen Elie soll am 3. Oktober gefällt werden. Er erklärte sich einverstanden, $500.000, die er als Zahlungsdienstleister verdient hat, als Strafe zu zahlen. Maximal drohen ihm nun fünf Jahre Gefängnis - wahrscheinlich ist jedoch, dass Elie zwischen 6 und 12 Monate hinter Gitter verbringen muss.
In Anbetracht der Tatsache, dass Elie und Campos bisher so oft gemeinsam juristisch vorgegangen sind, wird es nun interessant sein zu sehen, ob sich John Campos ebenfalls schuldig bekennen wird.
PokerStrategy.com wird euch weiterhin über alle Entwicklungen zu diesem Thema auf dem Laufenden halten.