Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

EPT Berlin-Überfall: Urteil gegen Drahtzieher rechtskräftig

Der Bundesgerichtshof musste sich jetzt erneut mit dem Raubüberfall auf die EPT Berlin 2010 befassen, die Revision eines Drahtziehers wurde abgelehnt - das Urteil bleibt bestehen. Der Angeklagte wurde im Dezember 2011 zu sieben Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

European Poker Tour

Mehr als zweieinhalb Jahre ist der Raubüberfall auf die European Poker Tour in Berlin her, doch noch immer beschäftigt der Fall die Gerichte. Der Drahtzieher, der im Dezember 2011 verurteilt wurde, hatte gegen das Urteil Revision eingelegt.

Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes befasste sich jetzt mit dem Fall und wies die Revision zurück, wie ein Sprecher des BGH in Karlsruhe mitteilte.

Das Urteil des Landgerichts Berlin, das den Mann zu einer Haftstrafe in Höhe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilte, ist damit rechtskräftig. Der Angeklagte hatte damals die Höchststrafe erhalten.

Er hatte bei dem spektakulären Raubüberfall als Tippgeber fungiert: Er befand sich zum Tatzeitpunkt im Turniersaal und gab per Handy das "Go" für den Überfall.

Die Beute bleibt verschwunden

Anschließend stürmten vier Männer in das Berliner Grand Hyatt Hotel und erbeuteten dabei 242.000 Euro. Drei Wachmänner wurden bei dem Überfall verletzt.

Ein weiterer Drahtzieher war im Dezember 2011 zu sechs Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Auch er hatte Revision gegen das Urteil eingelegt - diese wurde im Juni 2012 vom Bundesgerichtshof abgelehnt. Auch die Räuber selbst bekamen Haftstrafen.

Unklar ist allerdings weiterhin, wo die Beute versteckt ist: Noch immer fehlt vom Großteil der erbeuteten Kohle jede Spur.

Die Polizei im Foyer des Grand Hyatt Hotels

von TobiasFrey