Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP-Countdown: Der Blick zurück auf die World Series of Poker 2012

Heute wirft PokerStrategy.com-Redakteur Barry Carter einen Blick zurück auf die spannendsten und interessantesten Geschichten der letztjährigen WSOP.

Nitsche & Jachtmann holen Bracelets nach Deutschland

Dominik Nitsche

Jedes Jahr reisen etliche deutschsprachige Pokerspieler in die Wüstenstadt Las Vegas, um an der World Series of Poker teilzunehmen und die begehrten Armbänder zu gewinnen.

2012 konnten wir uns über gleich zwei Bracelets freuen, denn sowohl Dominik ace0ntheriver Nitsche als auch Jan-Peter Jachtmann belegten bei Turnieren Platz 1.

Während sich Jachtmann bei Event #39 ($10.000 Pot-Limit Omaha) gegen 292 Spieler durchsetzen konnte, nahm es Nitsche mit einem riesigen Teilnehmerfeld auf.

Für Event #59 ($1.000 No-Limit) hatten sich 4.620 Spieler angemeldet. Am Ende gewann der deutsche Grinder aus Minden und erhielt als Belohnung das Bracelet und $654.797 Preisgeld.

Michael Mizrachi gewinnt erneut die Players Championship

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Michael 'The Grinder' Mizrachi

Es war ein beeindruckender Doppelerfolg von Michael Mizrachi: Innerhalb von drei Jahren gewann er zweimal die $50.000 Players Championship.

Für seinen letztjährigen Erfolg bekam der US-Amerikaner $1.451.527, für den Triumph im Jahr 2010 gab es $1.559.046. Durch diese Siege konnte er sich in der All Time Money List auf Platz 8 vorarbeiten - er gewann bereits mehr als $14 Millionen.

Es kommt nicht oft vor, dass ein Spieler ein Event zweimal gewinnt. Vor allem ist dieses Turnier eines der prestigeträchtigsten Events: Am Final Table saßen 2012 unter anderem Andy Bloch, Luke Schwartz, Bill Chen und David Oppenheim.

Baumann & Hille fast am Final Table

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Elisabeth Hille & Gaelle Baumann

Fast hätten Gaelle Baumann und Elisabeth Hille im vergangenen WSOP Main Event für eine Überraschung gesorgt. Die beiden Frauen aus Frankreich und Norwegen erreichten fast den Finaltisch.

Beide zeigten das gesamte Turnier über eine starke Leistung und hatten gute Chancen, unter die letzten neun Spieler zu gelangen. Am Ende reicht es aber nicht, sie mussten das Turnier auf den Plätzen 10 und 11 verlassen.

Ganz besonders bitter war diese Auseinandersetzung zwischen Gaelle Baumann und Andras Koroknai: Für viele Spieler war der Ungar eigentlich ausgeschieden. Doch die Verantwortlichen entschieden anders und so kam es, dass es Koroknai sogar an den Final Table schaffte - und Baumann mit A-J gegen A-9 aus dem Turnier warf...

Twittergate

Natürlich ist es nicht einfach, ein solch gigantisches Ereignis wie die WSOP ohne Probleme über die Bühne zu bekommen. Es gehört zum Tagesgeschäft, dass sich einzelne Spieler über bestimmte Faktoren beschweren.

Doch es was mehr als ungewöhnlich, was sich zwischen Seth Palansky und Jon Aguiar abspielte. Aguiar hatte sich per Twitter über eine neue Regel beschwert: An Feature Tables sollten die Spieler alle Spielzüge ankündigen - also auch wenn sie einfach nur ihre Karten folden. Aguiar beschwerte sich darüber und wurde von einem anderen Spieler bei Twitter als "complete bitch" bezeichnet. Jetzt kam WSOP-Sprecher Seth Palansky ins Spiel, der diesen Tweet mit dem offiziellen WSOP-Twitteraccount retweetete.

Palansky musste anschließend seinen Fehler einräumen. Er gab an, nicht gewusst zu haben, dass der Tweet dadurch für mehr als 72.000 WSOP-Follower sichtbar werden würde. Etwas später verkündete Palansky, dass er den WSOP-Twitteraccount künftig nicht mehr nutzen würde.

wsop twitter

Phil Ivey ist immer noch Phil Ivey

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Phil Ivey

Obwohl er bei der WSOP 2012 kein Bracelet gewann, zeigte der US-Amerikaner einmal mehr, warum er zu den besten Spielern der Welt gehört. Nachdem er sich im Jahr zuvor eine Auszeit gegönnt hatte, erreichte er 2012 innerhalb von zwölf Tagen fünf Finaltische.

Vom 6. Juni bis zum 18. Juni schaffte er es bei jedem WSOP-Event, das er spielte, an den Final Table. Bei zwei Events konnte er sogar an einem Tag cashen, insgesamt $570.000 gewann Ivey im vergangenen Jahr in Las Vegas.

Aktuell besitzt Ivey neun Bracelets - ob er sich in diesem Jahr sein zehntes Armband schnappen wird?

Phil Hellmuth zeigt es seinen Kritikern

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Die Rückkehr des "Poker Brat"

Er kann sich nur bei kleineren Teilnehmerfeldern durchsetzen und gewinnt ausschließlich No-Limit-Events. Außerdem ist er eher ein Selbstdarsteller als ein guter Pokerspieler.

So oder ähnlich dachten viele Menschen von Phil Hellmuth. Im vergangenen Jahr zeigte "The Poker Brat" aber, was er drauf hat: Nachdem er im Jahr 2011 dreimal bei Mixed-Events Zweiter wurde, gab er vor zwölf Monaten noch einmal Vollgas.

Im Juni holte er sich ein Bracelet im $2.500 Seven Card Razz-Event und ließ seine Kritiker damit verstummen. Anschließend setzte er seinen Siegeszug fort und spielte sich an den Final Table des One Drop-Events und auch an den Finaltisch eines HORSE-Turniers.

Doch damit nicht genug: Beim WSOPE Main Event in Cannes belegte er den ersten Platz und konnte sich somit über sein 13. Bracelet freuen.

Hellmuth gewann im Jahr 2012 bei offiziellen Live-Events mehr als $5 Millionen, verpasste aber (mal wieder) ganz knapp den WSOP Player of the Year-Titel.

$1 Million WSOP One Drop-Event

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So sehen $18 Millionen aus...

Es war ein Spektakel und das bislang teuerste Turnier der WSOP: Wer beim Big One for One Drop dabei sein wollte, musste $1 Million auf den Tisch legen.

Insgesamt 48 Spieler bezahlten das Buy-In, ein Teil davon wurde für die One Drop-Foundation verwendet: So konnte sich die Stiftung über $5,3 Millionen freuen.

Der Brite Sam Trickett setzte seinen guten Lauf bei High Roller-Turnieren fort und belegte am Ende Platz 2. Als Belohnung gab es für ihn mehr als $10 Millionen. Sieger wurde Antonio Esfandiari, der das bislang größte Preisgeld aller Zeiten einfuhr - $18.346.673.

Der ehemalige Magier erwischte ein glänzendes Jahr 2012, denn auch bei der WSOPE in Cannes holte er sich ein Bracelet.

Greg Merson tritt ins Rampenlicht

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Lang lebe der WSOP-Champion...

Jedes Jahr gewinnt ein Spieler das WSOP Main Event und im vergangenen Jahr konnte sich Greg Merson über den Turniersieg freuen.

Der US-Amerikaner bekam für sein Spiel sehr viel positives Feedback: Etliche Profispieler zollten ihm Respekt - unter anderem gab es einen Sponsoringvertrag von Phil Ivey.

Doch Merson zeigte nicht nur im Main Event eine starke Leistung, sondern auch bei der $10.000 6-max Championship. Hier ließ er 473 Spieler hinter sich und schnappte sich die Siegesprämie in Höhe von mehr als $1,1 Millionen.

Der WSOP Main Event-Champion hatte vor seinem Triumph eine harte Zeit, jahrelang kämpfte er gegen seine Drogensucht. Erst im Dezember 2011 schaffte er es, clean zu werden - und knapp ein Jahr später gewann er das begehrte Main Event-Bracelet.

Blickt noch einmal auf die WSOP 2012 zurück

von Barry Carter l Folgt Barry Carter bei Twitter