Erik Lindgren droht die nächste Privatinsolvenz. PokerStars verlangt Rückzahlungen in Höhe von $2,5 Millionen vom Profi, der insgesamt nur $50.000 besitzt.
Erick Lindgren
Er hat zwar schon $10 Millionen in Live-Turnieren gewonnen und erst kürzlich für seinen 7. Platz im Millionaire Maker dieser beeindruckenden Summe fast $200.000 hinzugefügt. Grund zur Freude bleibt Erik Lindgren über diesen Erfolg jedoch nicht.
Bereits früher in dieser Woche wurde bekannt, dass der Profi mit schlechtem Leumund bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur drei Jahren finanziell die weiße Flagge hissen und Privatinsolvenz beantragen muss. Schon 2012 war dieser Schritt notwendig, nachdem Lindgren Millionen bei Sportwetten verloren hatte.
Lindgren gab bei seinem Antrag vor dem Insolvenzgericht in Las Vegas am Dienstag an, Vermögenswerte in Höhe von weniger als $50.000 zu besitzen. Viel zu wenig, um eine Klageforderung von PokerStars gegen ihn in Höhe von $2,5 Millionen wegen nicht bezahlter Schulden zu begleichen.
Dabei mutet schon die Ursache von Lindgrens Schulden gegenüber PokerStars mehr als komisch an: Chris Ferguson überwies Lindgren noch vor dem Black Friday irrigerweise $4 Millionen, anstatt wie eigentlich gewollt nur $2 Millionen. Versehentlich überwies er die Summe an den damals gesponserten Profi doppelt. Lindgren behielt anschließend das gesamte Geld, anstatt es hälftig zurück zu überweisen.
PokerStars kaufte diese Schuld zusammen mit den Full-Tilt-Assets auf. Zusätzlich fordert das Unternehmen nun die Rückzahlung eines weiteren Darlehens in Höhe von $531.807.
Noch schlimmer wiegt der Umstand, dass Lindgrens Insolvenzverfahren im Jahr 2012 mit einem offenen Betrag von geschätzt $8 Millionen endete. Diese Summe schuldete er Gläubigern, ohne jede Sicherheit leisten zu können. Seinerzeit gehörte zu den Gläubigern auch das US-Finanzamt mit einer offenen Summe von $3,8 Millionen.