Die verrücktesten WSOP-Geschichten, Teil 1
Das Main Event ist in vollem Gange und wir werfen einen Blick zurück auf die komischsten, interessantesten und umstrittensten Geschichten der diesjährigen WSOP
Das kolossale Colossus

Wie vorhergesagt brach das erste offene Bracelet-Event mit einem Buy-in von nur $565 alle bisherigen Teilnehmerrekorde.
Mit vier Starttagen und maximal einem Re-Entry pro Starttag war im Rio jede Menge los. Insgesamt kamen so 22.374 Teilnahmen und Re-Entrys zusammen.
So belief sich der Preispool auf insgesamt $11.187.000, auf den ersten Platz entfielen $638.880. Diesen sicherte sich der US-Amerikaner Cord Garcia.
...mit kolossalen Schlangen an der Kasse

Bei diesen Zahlen rechneten viele damit, dass es zu Wartezeiten kommen könnte. Dass diese Wartezeit aber erst nach dem Event kommen würde, das war nicht unbedingt zu erwarten.
Ein Software-Fehler führte dazu, dass über 1.000 Spieler, die im Geld landeten, bis zu vier Stunden Schlange stehen mussten, bevor sie ihren Geldpreis in Empfang nehmen konnten.
Ein Mincash war $1.096 wert. Hiervon profitierten deutlich mehr Spieler als normalerweise, da das Event eine flachere Auszahlungsstruktur aufwies als die meisten WSOP-Events.
Regen im Rio
Wie es bei 'echten' Sportarten eher die Regel als die Ausnahme ist, wurden auch Pokerspieler an Tag 1B des $10.000 Main Event Opfer von starken Regenfällen.
Las Vegas hat wirklich nicht oft mit extremem Wetter dieser Art zu kämpfen. Umso größer waren die Auswirkungen auf den Verkehr: Im Regenchaos blieben zahlreiche Spieler stecken, die auf dem Weg zum Turnier waren.
Aber auch im Rio selbst musste die Action unterbrochen werden: Undichte Stellen in der Decke sorgten ungefähr zehn Minuten vor der Dinner Break für Nässe im Brasilia Ballroom. So mussten 23 Tische den Saal früher als geplant verlassen. Anschließend ging es in einem anderen Saal weiter.
It doesn't rain that often in Las Vegas, but when it does. #soaked #WSOP #Showers pic.twitter.com/YzYWZdT9V9
— Chicago Jason Finn (@chicagojason) July 7, 2015
Der Super High Roller Bowl

In diesem Jahr war das One Drop ausnahmsweise nicht das Turnier mit dem größten Buy-in des Sommers. Diesen Titel übernahm der $500.000 Super High Roller Bowl im Aria.
43 Spieler nahmen an dem Event teil, darunter Stars wie Daniel Colman, Phil Ivey, Daniel Negreanu, Phil Galfond, Sam Trickett, Antonio Esfandiari, Ole Schemion, Fedor Holz und Jason Mercier.
Am Ende war es der ehemalige Sieger der $50.000 Poker Players Championship, Brian Rast, der heads-up Scott Seiver besiegte und sich über ein Preisgeld von $7.525.000 freuen durfte.
Phil Hellmuth gewinnt Bracelet #14

Was wäre die World Series of Poker ohne ein Bracelet für Phil Hellmuth?
Er besiegte 102 Spieler und sicherte sich so die $10.000 Razz Championship und mit ihr $271.105.
Besonders dürfte Phil sich jedoch über sein mittlerweile 14. Bracelet gefreut haben. Damit verbessert er seinen Rekord erneut und baut seine Führung auf Johnny Chan, Doyle Brunson and Phil Ivey, die alle zehn Armbänder gewinnen konnten, weiter aus.
Ivey verpasst Großteil der Serie
Über den einen Phil durften sich dessen Fans in diesem Jahr wieder besonders freuen, die Fans von Phil Ivey hingegen dürften von dessen überwiegender Abwesenheit etwas enttäuscht sein.
In diesem Jahr bekam Ivey erstmals keine Action für seine sonst so lukrativen Bracelet-Wetten. Dies hatte zur Folge, dass die WSOP-Events für ihn an Bedeutung verloren. An sich keine große Überraschung, aber dass er auch die $50.000 Poker Players Championship verpasste, kam unerwartet.
Ivey erschien schließlich in Vegas, um das $111.111 One Drop High Roller zu spielen. Hier schied er jedoch schnell aus.
Er verbrachte die Zeit der WSOP stattdessen zum Großteil bei den Cash Games in Macau (doch auch hier lief es nicht wirklich gut für ihn).
Später in dieser Woche folgt Teil 2.