Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Sind die Microstakes zu klein?

PokerStars testet aktuell, ob man die 1c2c-Partien streichen kann. Ist es ein Zeichen dafür, dass die meisten auch höher spielen würden, wenn es keine andere Wahl gibt?

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Der Sprung zum Echtgeldspiel ist der Höchste

Vor etwas mehr als einer Woche startete PokerStars ein Experiment mit der belgischen Community. Sie wurden vom Spielen der 1c/2c-Partien ausgeschlossen. Dieses Limit war bisher immer das Niedrigste. Natürlich war die Absicht herauszufinden, ob sich der gewöhnliche Spieler einfach an den niedrigsten Tisch setzt, den er finden kann, oder ob es Leute gibt, die sich an einen 1c/2c- jedoch nicht an einen 2c/4c-Tisch setzen würden?

Das Schöne an Onlinepoker ist (im Vergleich zum Livepoker), dass man hier ein viel größeres Publikum anzieht und der Markt die Nachfrage der Spieler abdeckt. Im Casino ist die Auswahl an Spielen sehr begrenzt und die kleinsten Partien fangen oft erst bei $1/$2 an. Ein Grund dafür sind natürlich die Ausgaben, denn hier muss Miete und Personal bezahlt werden. Somit sind es die kleinsten Games, die sich für das Casino noch lohnen. Zudem ist es für den Großteil des Marktes ein mittelhohes Stakelevel.

Onlinepoker ist großartig, denn hier können die Spieler auf einem Level einsteigen, auf dem sie sich wohlfühlen und welches ihnen durch die Bankroll diktiert wird. Sich als Anfänger in eine $1/$2-Partie zu schmeißen ist dagegen eine wahre Feuertaufe. Online kann man einfach auf $0.05/$0.10 anfangen, auf $0.10/$0.20 aufsteigen, dann $0.25/$0.50 spielen usw. Nach einiger Zeit spielt man vielleicht $1/$2 online, aber dann hat man einen Weg hinter sich, auf dem man sein Spiel glattgebügelt hat.

Nicht jeder Limitsprung ist gleich

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Einige wollen nur um echtes Geld spielen ...

Dieser schrittweise Aufstieg ist natürlich erhaltenswert, der Unterschied der einzelnen Level ist aber nicht immer derselbe. Ist ein 1c/2c-Spieler einem 2c/4c-Spieler weit unterlegen? Wahrscheinlich nicht. Am anderen Ende der Leiter sind die meisten $100/$200-Spieler wohl fast genau so gut, wie jene, die $200/$400 spielen.

Es scheint also, als seien einige Limitsprünge leichter als andere. Der Sprung von $0.50/$1 auf $1/$2 ist für viele Grinder wohl eine massive Umstellung in Sachen Kosten, benötigtem Skill und Zähheit der Konkurrenz. Dafür gibt es andere Stakelevel, bei denen der einzige Unterschied die Verfügbarkeit der Spiele ist.

Einige Lowstakes-Spieler werden schlichtweg die kleinsten Partien spielen, die sie finden können. Einige Highstakes-Regulars spielen dort, wo sich der größte Fisch befindet, unabhängig von der Höhe der Stakes.

Wenn das Geld bedeutsam wird

Antonio Esfandiari One Drop
... andere suchen die höchstmöglichen Partien

Bei einigen Limitsprüngen geht es vordergründig nicht um den Schwierigkeitsgrad, sondern um die Bedeutsamkeit des Geldes. Spielt man auf $0.25/$0.50, so wird man Sessions erleben, bei denen Winnings und Verluste pro Stunde mehr betragen, als bei manchem Job in der westlichen Welt. Es geht also wirklich um etwas. Hält man die Füße in Gewässer, wo es in einzelnen Pötten um vierstellige Beträge und mehr geht, so würden die meisten von uns realisieren, dass hier wirklich etwas auf dem Spiel steht.

Behält man dies im Hinterkopf, so ist der größte Limitsprung und der vielleicht bedeutsamste im Hinblick auf den Preis, der von Playmoney und Freerolls zu den Cashgames mit Echtgeld. Es ist nicht leicht die Leute dazu zu motivieren, mit echtem Geld zu spielen. In der Geschäftswelt spricht man auch von der 'Penny Gap’. Dabei geht man davon aus, dass es schwieriger ist, zunächst überhaupt einen Penny vom Kunden zu bekommen. Ist dies erreicht, so ist es viel einfacher nach der Investition nicht nur einen Penny, sondern ein Pfund von ihm zu bekommen.

Im Poker wird es erst richtig ernst, wenn es um das Investieren des eigenen Geldes geht, egal wie klein der Betrag auch sein mag (und dann finden einige Spieler auch zum ersten Mal den Fold-Button).

Sollten die kleinsten Stakes größer (oder kleiner) als 1c/2c sein? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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