Doppelter Rückschlag für den weltgrößten Anbieter in der letzten Woche, weitere Märkte sind jedoch nicht betroffen.
Vergangene Woche haben PokerStars und Full Tilt überraschend bekannt gegeben, dass man sich aus Slowenien und Israel zurückziehen würde, nachdem man die Risiken eines Betriebs in beiden Ländern erneut überprüft habe.
Glücksspiel ist in Israel seit Jahren strikt untersagt. Die entsprechenden Gesetze wurden jedoch vor dem Aufstieg von Online-Glücksspiel erlassen und ein eindeutiges Verbot eben dieser Form lag nicht vor. Im vergangenen Jahr hat die Regierung jedoch Banken und Kreditkarten-Unternehmen ins Visier genommen, die Zahlungen für Online-Glücksspiel ermöglicht haben, sodass sich PokerStars nun aus dem Markt mit rund 500.000 Pokerfans zurückziehen muss.
In Slowenien ist nicht virtuelles Glücksspiel legal und beliebt, es gibt jedoch keine ausdrückliche Erlaubnis von Online-Glücksspiel. Die slowenische Regierung arbeitet daher an der Einführung von vollständig reguliertem Online-Glücksspiel und Anbieter sollen sich ähnlich wie bei Sportwetten in Deutschland für eine Lizenz bewerben können. Es wird erwartet, dass PokerStars eines von 15 Unternehmen sein wird, die im nächsten Jahr eine entsprechende Befugnis erhalten.
In beiden Fällen kam der Rückzug aus den Märkten jedoch kurzfristig und überraschend. Ein Sprecher von PokerStars äußerte sich zum slowenischen Sachverhalt wie folgt:
Wir hoffen, dass wir zu gegebener Zeit in den Markt zurückkehren können und unterstützen weiterhin die Umsetzung von fairer und einheitlicher Regulierung, die die Bedürfnisse aller Beteiligten erfüllt und eine starke Verpflichtung zu Verbraucherschutz in Slowenien beinhaltet. Es gibt bereits ein erfolgreiches Rahmenkonzept für derartige Regulierung in Europa und PokerStars ist bereits in 12 EU-Ländern lizenziert. Wir hoffen, dass wir uns auch für eine Lizenz in Slowenien bewerben können, sobald dies möglich ist.
Vertreter von PokerStars haben darüber hinaus erklärt, dass man nicht erwarte, dass das Unternehmen in absehbarer Zukunft weitere Märkte verlassen wird.