In diesem Monat kommt es nun zum Rematch, wenn es erneut vier Profis in Person von Jason Les, Dong Kim, Daniel McAulay und Jimmy Chou mit der neuen Version der KI genannt Libratus aufnehmen. Die Maschine wurde dabei abermals von Tuomas Sandholm und seinem Team an der angesehen Hochschule entwickelt.
Gespielt werden ab dem 11. Januar 120.000 Händen innerhalb von 20 Tagen im Rivers Casino in Pittsburgh. Es geht um $200.000 an Sponsorengeldern und das Spektakel wird erneut auch bei Twitch übertragen.
Unkonventionelle Taktik
Tuomas Sandholm
Während Spiele wie Schach und Go bereits durch Künstliche Intelligenz gelöst wurden, gilt es Menschen beim Poker noch verlässlich zu schlagen. Dass dies bisher noch nicht geschafft wurde, liegt vor allem an der Fülle an unvollständigen Informationen, die beim Poker vorliegen.
Im vorherigen Aufeinandertreffen hatte Claudico jede Menge unkonventionelle Strategien angewandt und vor allem deutlich mehr gedonkt und gelimpt als der durchschnittliche menschliche Spieler.
Pokerprofi Jimmy Chou ist überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Maschinen beim Poker gewinnen:
Ich glaube nicht, dass sich Poker im ausreichenden Maße von Schach und Go unterscheidet, und denke, dass Computer letztendlich das Spiel dominieren werden. Menschen können vielleicht kurzfristig die Oberhand aufgrund unserer unberechenbaren Natur haben, langfristig würde ich mein Geld aber auf die Effektivität von Maschinen auf Basis von Mathematik und Wissenschaft setzen.
Wird sich dieses Mal die Maschine durchsetzen? Sind 120.000 Hände als Samplesize groß genug? Wir freuen uns auf eure Kommentare!