Warum Poker mehr Comedians braucht
Nach Kevin Harts Auftritten wollen wir betrachten, warum Comedians in Sachen Promotion einen höheren Nutzen haben als Sportstars.
Die folgenden Videos sind für den Arbeitsplatz nicht angemessen.
Die Übertragung des Super High Roller Bowl war wirklich gelungen, besonders Kevin Hart hat dazu großen Beitrag geleistet. Ich habe bereits darüber geschrieben, dass ich ihn für einen guten Botschafter halte, doch in dieser Woche wurde ich noch mehr von dem Gedanken überzeugt, dass Comedians vermehrt das Spiel repräsentieren sollten.
An seinem Tisch war es wirklich still (Hellmuth mal außen vor gelassen), dabei machte er die ganze Zeit einen Witz nach dem anderen. Damit möchte ich die Spieler nicht kritisieren, es unterstreicht viel mehr ihren Fokus. Schließlich ist es nicht leicht in stoischer Ruhe zu verweilen, während einer der hochrangigsten Comedians unserer Zeit um einen herumwirbelt. Trotzdem wirkte es merkwürdig, als er immer wieder auf taube Ohren stieß, ich denke jedoch, dass dies uns eine Möglichkeit aufzeigt.
Ich selbst bin eine Art Comedynarr. Ich habe als Student in einem Comedyclub gearbeitet und nach Feierabend oft noch mit einigen Comedians getrunken. Einige von ihnen sind heute große Namen in England, andere spielen heute nur noch vor kleinerem Publikum. Der britische Comedian Frank Skinner hat ein fantastisches Buch geschrieben, in dem er detailliert ausführt, warum Comedians unterhaltend sein müssen. Dabei ist es egal, ob sie vor 10 oder 10.000 Zuschauern spielen.
Was ich sagen will, ist, dass der TV-Table eines Pokerevents eine brillante Win-win-Situation für jeden Poker spielenden Comedian darstellt. Ein ruhiger Tisch weist eine klaffende Lücke für Unterhaltung auf und genau diese kann ein Künstler mit seiner Comedy füllen. Das würde Pokerübertragungen wiederum attraktiver machen.
Es mag interessant sein, wenn ein berühmter Fußballer sich an den Tisch setzt, doch außer dass er gerade da ist, ist er am Ende doch nur ein weiterer Spieler. Nur wenn er besonders gut oder schlecht spielt, ergibt sich für uns etwas Originelles. Ein Comedian unterhält aber womöglich über seine ganze Spieldauer, die Hand ist dabei egal.
Viele der großen Sitcoms haben eine Pokerepisode produziert. Die besseren haben aber nur selten Witze über die Dynamik von Poker gemacht. Sie nutzen Poker lediglich als Plattform, um über etwas anderes zu sprechen. Wie schon das alte Sprichwort sagt: "Poker is a game of people played with cards, and people can be funny."
Falls ihr meine vorherigen Artikel gelesen habt, wisst ihr, dass ich mich dafür ausspreche vor allem die Hobbyaspekte des Spiels zu bewerben. Das ist für mich oft wichtiger, als den Traum vom Profitum in den Vordergrund zu stellen. Neckereien am Tisch sind einer der größten Anzugspunkte von Poker. Sie sind der Grund dafür, warum es mich nach all den Jahren mit Freunden immer noch ins Homegame verschlägt. Dieser Aspekt wird im Fernsehen aber überhaupt nicht gut promotet (außer bei einigen Ausnahmen wie High Stakes Poker).
Natürlich schmeckt das nicht jedem und auch für gute Analysen muss Platz geboten werden. Mehr Comedians während trotzdem ein gutes Aushängeschild für die soziale Komponente des Spiels, denn genau sie macht das Spiel so unterhaltsam. Die Stille des TV-Pokers möchte gefüllt werden, warum also nicht auf eine witzige Art und Weise?
Welche Comedians wären eurer Meinung nach gute Pokerbotschafter?