Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Kartenqualität immer größeres Problem bei der WSOP

Decks mit qualitativ schlechten Karten sorgen trotz zahlreicher Beschwerden von Spielern auch in der vierten Woche der Turnierserie noch für Ärger.

WSOP_Copag_CardsDas Problem mit qualitativ minderwertigen Karten, die angeblich bei der diesjährigen WSOP verwendet werden, stößt bei den Teilnehmern nach wie vor auf Unmut. Die Turnierserie ist mittlerweile vier Wochen alt und noch immer gibt es Beschwerden von Spielern aufgrund der nachlässigen Reaktion des Veranstalters in Bezug auf Bedenken, die bereits in der ersten WSOP-Woche geäußert wurden.

Selbst beim One Drop High Roller wurde ein Problem mit den Karten von Doug Polk hervorgehoben, sodass das Highlight-Turnier unterbrochen werden musste.

Im Fokus steht die Anfälligkeit der Karten, die während des Spielens wohl immer wieder offensichtliche Gebrauchsspuren aufweisen. Der Kartenhersteller der WSOP, das brasilianische Unternehmen Copag, besteht allerdings darauf, dass es sich um denselben Kartentyp handeln würde, den man auch im vergangenen Jahr verwendet hat, und weist daraufhin, dass es 2016 nur sehr wenige Beschwerden gab.

Vorwürfe von Betrug gegenüber einem Spieler oder dem Veranstalter gab es bisher nicht. Vielmehr kommt es über den gesamten Cardroom verteilt zu Problemen, sodass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass jemand individuell gezielt von der niedrigen Kartenqualität profitieren kann. Dennoch ist es möglich, das Auftreten von Gebrauchsspuren zu seinem Vorteil zu nutzen, selbst wenn die Karten zufällig und ungewollt durch andere Spieler in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Was ist die Ursache des Problems?

Die WSOP hat offiziell die Vermutung geäußert, dass die automatischen Kartenmischer für die Gebrauchsspuren verantwortlich seien. Allerdings kann es natürlich auch sein, dass die schlechte Kartenqualität dafür sorgen kann, dass nur durch etwas gröberen Gebrauch durch die Spieler bereits Markierungen auf den Karten entstehen können.

Nicht alle Beteiligten suchen die Schuld jedoch beim Veranstalter oder Copag. Allen Kessler glaubt zum Beispiel, dass die Spieler lediglich etwas sanfter mit den Karten umgehen müssten und die Probleme wären gelöst. Bei seinen Mitspielern trifft diese Einschätzung jedoch auf reichlich Unmut:

Aktuell hat sich eine ärgerliche Situation für alle Beteiligten ergeben. Umso ärgerlicher ist es, dass man das Problem durch eine ausreichend lange Testphase im Vorfeld der Turnierserie auf leichte Weise hätte vermeiden können.

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