Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Ivey einigt sich mit dem Borgata auf einen Vergleich

Die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Phil Ivey und dem Casino in Atlantic City hat nach mehr als sechs Jahren ihren endgültigen Abschluss gefunden.

phil ivey
Phil Ivey

Ivey und seine Partnerin Cheung Yin Sun hatten 2012 im Borgata $9,6 Millionen beim Baccarat gewonnen, dabei aber sogenanntes Edge-Sorting betrieben, indem Sun kleinere Mängel auf der Rückseite der Karten des Herstellers Gamaco ausmachen und sich so einen Vorteil gegenüber dem Haus verschaffen konnte. Es folgte ein seit 2014 anhaltender Rechtsstreit, bei dem zuletzt ein Gericht zugunsten des Borgata entschied, was die Beschlagnahme von Vermögenswerten von Ivey zur Folge hatte, während dieser versuchte per Revisionsverfahren das Urteil anzufechten.

Nun berichtet die Nachrichtenseite NJ Online Gambling, dass der Fall durch einen Vergleich ein Ende finden wird. Die genauen Details der Übereinkunft zwischen Ivey und dem Borgata sind jedoch nicht bekannt.

Das Zustandekommen des Vergleichs ist durchaus überraschend, nachdem das Borgata vor Gericht eigentlich Recht bekommen hatte. Die negative PR, der sich das Casino aufgrund des Falls ausgesetzt sah, dürfte jedoch eine Rolle gespielt haben. Nur wenige sehen im Verhalten Iveys tatsächlichen Betrug, hatte er immerhin die Karten nicht selbst zur besseren Erkennung markiert, sondern das Casino vielmehr bei der Auswahl und Überprüfung der Karten nachlässig agiert. Dass mittlerweile ein Film über das Leben von Cheung Yin Sun und den Fall geplant ist, dürfte dazu beigetragen haben, dass sich das Borgata für eine vorzeitige Klärung des Streits entschieden hat.

Der Streit mit dem Borgata ist einer von zwei Edge-Sorting-Fällen, denen sich Ivey ausgesetzt sieht. 2017 wurde gerichtlich entschieden, dass das Crockford's Casino einen Gewinn von £7,7 Millionen einbehalten darf, den Ivey mit Cheung Yin Sun ebenfalls im Jahr 2012 in dem Londoner Casino beim Baccarat erspielt hatte.