Live-Poker mag in vielen Teilen der Welt aktuell noch undenkbar sein, in den USA liefert man jedoch den Beweis, dass die Nachfrage ungebrochen ist.
Der sechsköpfige Final Table
Beim WPT Seminole Hard Rock Poker Showdown in Florida hat sich unter der Woche das größte Teilnehmerfeld der WPT-Geschichte an den Tischen eingefunden.
Insgesamt 2.482 Entrys kamen beim Turnier mit $3.500 Buy-in zustande, womit man den Teilnehmerrekord von 1.795 Entrys beim selben WPT-Event im Jahr 2014 pulverisieren konnte.
Dass solche Teilnehmerzahlen zustande kommen würden, ist nicht unbedingt eine große Überraschung. Der Showdown in Florida hat vier der fünf größten WPT-Turniere aller Zeiten hervorgebracht, zudem gilt der Spielerpool in Florida als einer der softesten in den gesamten USA, während die COVID-Einschränkungen aktuell sehr locker gestaltet sind. Bereits im Januar hatte man im selben Casino ein Teilnehmerfeld von 1.573 Spielern bei einem anderen WPT-Event an die Tische gebracht.
Es scheint also, dass die Nachfrage nach Live-Poker ungebrochen ist und auch in anderen Teilen der Welt wieder ähnliche Zahlen erreicht werden, wenn die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zurückgefahren werden. Bereits im März kam auch auf unserer Seite des Atlantiks ein Rekord-Teilnehmerfeld bei der EPT Sotschi zustande.
Außerhalb von Florida und Sotschi hält man sich jedoch mit der Ankündigung und der Terminierung von großen Live-Turnieren zurück, mittlerweile ist aber immerhin klar, dass die World Series of Poker 2021 ab September über die Bühne gehen soll.
In Las Vegas wurde derweil vom Wynn Casino die Wynn Millions angekündigt, bei der am 25. Juli ein garantierter Preispool von $10 Millionen beim $10.000 Main Event vergeben werden soll. Zweifellos will man damit das Loch stopfen, dass die abermalige Verschiebung der WSOP im Sommer hinterlassen hat. Ob man in den USA 1.000 Menschen finden wird, die bereit sind, $10.000 im Sommer auf den Tisch zu legen, um bei dem Turnier dabei zu sein, wird sich zeigen.