Neue No Limit-Kolumne: TAG-Ranges Preflop (1) - Raising Ranges
Ranges sind eine grundlegenes Konzept für ambitionierte Pokerspieler, doch manche Spieler neigen dazu, sie zu unterschätzen oder falsch anzuwenden. Unsere neue No Limit-Kolumne für Silber-Member zeigt euch, wie es richtig geht.
| Heute präsentieren wir euch den Start einer neuen Kolumnenserie, die sich im speziellen mit dem Abschätzen von Ranges preflop auseinandersetzen wird. Für Spieler jeglicher Pokervarianten ist dies ein unverzichtbares Hilfsmittel für ein profitables Spiel. Womit callt er? Womit wird er raisen? Im Idealfall zeigt sich so möglichst früh, ob die eigene Hand noch eine passable Equity hat oder nicht.
Teil 1 der Reihe dreht sich um Raising Ranges von TAGs. Dabei geht miiwiin ausführlich auf die verschiedenen Stats und insbesondere auch die dazugehörige Position am Tisch ein. Gesucht ist die Antwort auf die Frage: Welche tatsächlichen Hände stecken je nach Position hinter welcher prozentualen Range? Dies und mehr findet ihr in unserer neusten No Limit-Kolumne:
Um euch einen kleinen Vorgeschmack auf die Kolumne zu geben und warum das Thema so wichtig ist, erklärt unser Coach miiwiin im Interview:
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Der Artikel
Thema: TAG-Ranges Preflop (1) - Raising Ranges
Spielart: No-Limit BSS Autor: miiwiin Status: ab |
miiwiin: "Das Einordnen der Range beginnt bereits preflop und sollte sich über alle Streets fortsetzen. Dabei spielen natürlich auch eure gesammelten Stats eine wichtige Rolle. Doch gerade Anfänger neigen häufig dazu, jede Street und die dazugehörigen Stats isoliert zu betrachten und sehen die Plays der Gegner nicht im Kontext der gesamten Hand. Wer durch die Analyse der Preflop-Range bereits Hände ausschließt, kann postflop eine weit genauere Abschätzung vornehmen und sein Spiel darauf anpassen."
PokerStrategy.com: Kannst du dazu ein Beispiel nennen?
miiwiin: "Angenommen, man hat einen Spieler, der am Turn häufig raised, so ist das nicht notwendigerweise ein überaggressiver Spieler. Wenn wir dazu betrachten, dass er preflop sehr tight spielt und uns seine preflop-Range anschauen, dann sollte man davon ausgehen, dass eine gute Chance besteht, dass er auch am Turn noch eine starke Hand wie beispielsweise ein Overpair, Set oder wenigstens Top Pair hält.
Dabei ist zu beachten, dass Ranges auch variieren können. Nicht jeder Coldcall ist ein Pocketpair, nicht jede 3-bet sind die Nuts oder ein Bluff. Diese Grauzonen sind entscheidend für euer langfristig profitables Spiel."
Der TAG im Mittelpunkt
PokerStrategy.com: Welcher Spielertyp eignet sich zur Analyse?
miiwiin: "Zur Analyse eignet sich ein tight-aggressiver Spieler (TAG) mit Abstand am besten, da seine Ranges meist klar definiert sind. Auch wenn es interessant ist, sehr aggressive LAGs oder passive Rocks zu analysieren, so können deren diffuse Ranges manchmal zu kostspieligen Fehlannahmen führen."
Für eure Fragen, Anregungen und Kritik zur Kolumne steht ein eigenes Thema im Forum bereit.
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Ausblick:
- TAG-Ranges Preflop (2) - Calling Ranges
- TAG-Ranges Preflop (3) - 3-bet Ranges
- TAG-Ranges Preflop (4) - 4-bet Ranges
Viel Spaß beim Lesen der Kolumne!
