Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

WSOP-Handreview: Hätte Reinkemeier mit Assen callen sollen?

Pleno1 und mbml erläutern uns ihre Sichtweise über eine umstrittene Hand zwischen Scott Seiver und Tobias Reinkemeier beim One-Drop-Event. Natürlich wollen wir auch wissen, was ihr darüber denkt!

Einmal mehr analysieren unsere Coaches eine große Hand der WSOP 2014 und wir wollen natürlich auch eure Meinungen hören.

Der riesige Bluff von Scott Seiver gegen Tobias Reinkemeier während des 'Big One for One Drop'-Events hat  für einiges an Aufsehen gesorgt. Angesichts des hohen Buy-ins von $1 Million hatte sich der Druck auf die beiden Kontrahenten sicherlich nicht gerade verringert.

Die Hand, um die es geht, hat eine große Debatte entfacht, da Scott Seiver sichtlich überrascht war, dass sein Gegner offen Asse gefoldet hatte. Er sah regelrecht empört aus, obwohl er die Hand somit gewinnen konnte.

Aber war der Fold wirklich so schlecht?

Es kommt auf die Turnierphase an

"Es kommt wirklich auf die konkrete Turnierphase an. Wir können diese Hand nicht im Vakuum betrachten.

 

An der Bubble würde ich guten Gewissens folden.

 

Im Geld ist es aber eine eher schlechte Entscheidung."

 

Pleno1

 

Niemals Asse slowplayen und folden

"Ziemlich schrecklicher Fold.

 

Asse sollte man niemals slowplayen, mit der Intention zu folden. Es sei denn, das Board ist wirklich hässlich (vier Flush- oder Straight-Karten). Zudem kann Seiver hier Schlechteres valuebetten (KK und AQ). 

 

Seiver hat gut gespielt. Ich denke, viele Spieler werden einen Nut-Flushdraw oft nur checkraisen – und so viele Flush-Kombinationen hat der Big Blind nicht in seiner Range, wenn man die Preflop-Positionen bedenkt.

 

Man kann hier nicht viel falsch machen wenn man einen Acht-Outer jammt, der Big Blind foldet 77-TT. Wahrscheinlich auch einige schwächere Qx-Hände wie KQ oder QTs ohne Kreuz."

 

mbml

 

Denkt ihr, es war ein schlechter Fold? Inwiefern hat die Höhe des Buy-ins die Situation beeinflusst? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!