Die größten Poker-Comebacks - just a chip and a chair!
Immer schauen, ob sich nicht doch noch irgendwo ein letzter Chip versteckt hat ...
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1) Jack Straus
Das größte Comeback aller Zeiten hat zweifellos Jack Straus beim WSOP Main Event 1982 hingelegt. Fälschlicherweise nahm er an, dass er all seine Chips im Zuge einer Hand an Tag 1 des Turniers verloren hatte. Beim Aufstehen stellte er jedoch fest, dass ihm noch ein einzelner Chip verblieb, der sich unter einer Serviette versteckt hatte. Was danach geschah, ist nach wie vor unfassbar: "Treetop" kam zurück und gewann am Ende den Weltmeistertitel! Sechs Jahre später verstarb Straus leider bereits im Alter von 58 Jahren. In Pokerkreisen wird er jedoch stets dafür in Erinnerung bleiben, dass er tatsächlich nur einen Chip und Chair gebraucht hat.
2) Olivier Busquet
Das vermutlich größte Comeback bei der World Poker Tour (WPT) gebührt Olivier Busquet, dem es gelang, eines der bisher größten Heads-up-Defizite in Chips bei der Borgata Poker Open 2009 zu überwinden. Busquet lag zu Beginn gegen seinen Gegner Jeremy Brown 20:1 in Chips hinten, spielte sich dann jedoch nach und nach zurück in den Wettkampf, um sich den Titel und stolze $925.000 zu sichern. Reporter, die das Treiben am Tisch an diesem Tag verfolgten, beschrieben das Ganze als "etwas, das man mit eigenen Augen gesehen haben muss, um es zu glauben".
3) David Chiu
Nur ein Jahr vor Busquets Comeback im Jahr 2009 gelang David Chiu Ähnliches gegen Gus Hansen bei der WPT World Championship. Hansen befand sich eigentlich im Tunnelmodus, nachdem er zuvor vier Spieler in nur 22 Händen am Final Table aus dem Turnier warf, was ihm im Heads-up gegen Chiu einen Chiplead von 6:1 verschaffte. Im Anschluss fand der Lauf des Dänen jedoch ein Ende und Chiu erspielte sich den Titel sowie den Hauptpreis von $3,4 Millionen.
4) Greg Merson
Das größte WSOP-Comeback nach Jack Straus' Fabelrekord dürfte Greg Merson für sich beanspruchen. An Tag 5 des WSOP Main Event 2012 hatte der US-Amerikaner nur noch 3 Big Blinds in Form von 50.000 Chips vor sich liegen. Ab dann ging es für Merson jedoch nach oben: Am Ende des Tages hatte er bereits wieder 1 Million Chips in seinem Stack und sich am Ende des Turniers nicht weniger als den Weltmeistertitel und mehr als $8 Millionen gesichert!
5) Stu Ungar
Auch wenn es bei Ungars Comeback nicht nur um Poker ging, war sein Werdegang so faszinierend, dass man ihn erwähnen sollte. "The Kid" konnte Anfang der 80er-Jahre zahlreiche Erfolge feiern, darunter ein Doppelsieg beim WSOP Main Event 1980 und 1981. Langjährige Kokainsucht hatte ihn jedoch zu Beginn der 90er physisch und mental ruiniert. Als er dann von seinem Freund Billy Baxter für $10.000 gestaked wurde, um die WSOP 1997 zu spielen, konnte Ungar nur einen einzigen Gewinn bei Turnieren innerhalb der letzten sechs Jahre vorweisen und war in derart schlechter Verfassung, dass er an Tag 1 des Turniers mehrmals direkt am Tisch einschlief. Dass er im Anschluss jedoch das Event gewinnen konnte und zum dritten Mal in seiner Karriere Weltmeister wurde, brachte Ungar den berüchtigten Spitznamen "The Comeback Kid" ein und vervollständigte eine Laufbahn, die man wohl niemals vergessen wird.





