In seiner neuesten zweiteiligen Serie maximiert Coach Samy89 euer EV-Verständnis und zeigt, warum es essenziell wichtig ist, sich im Detail mit dem EV auseinanderzusetzen.
Oh nein! Ein Video, in dem keine klare Strategie gezeigt oder angewandt wird? Na, ob das interessant sein kann? Selbstverständlich!
Samy89 nimmt sich dem "simplen" Thema "EV - Expected Value" oder auf Deutsch "Gewinnerwartung" an. Was bestimmt denn diesen eigentlich und wie beeinflussen die verschiedenen Variablen mein Spiel?
Bekommt man zum Beispiel besonders viel Rakeback, dann kann es sinnvoll sein mehr Tische zu spielen, dabei etwas Edge auf die Gegner zu verlieren, gleichzeitig aber die Hourly zu steigern, da man deutlich mehr Spielvolumen generieren kann.
Unser Coach bricht das Ganze runter auf eine einfache Formel:
EV (Hero) = EV (Rake) + EV (Rakeback) + EV (vs. Regs) + EV (vs. Fisch)
Ein Blick in die Grundlagen
Wichtig ist dabei zu erkennen, dass die unterschiedlichen Variablen nicht gleich gewichtet sind. Wechseln wir nicht die Seite oder rutschen in eine andere VIP-Kategorie beim Raum unserer Wahl, so wird das Rakeback immer den gleichen Erwartungswert haben, zum Beispiel 50% vom gezahlten Rake.
Der Rake ist ebenfalls fest durch die Pokerseite vorgegeben, je nachdem was für eine Variante oder welches Limit wir spielen. Genau wie bei den Rakeback-Prozenten wissen wir vorab, wie viel Prozent Rake wir bezahlen müssen. Das heißt natürlich nicht, dass wir immer gleich viele Big Blinds an Winrate pro 100 Hände an den Rake verlieren, wenn wir uns auf unterschiedlichen Limits befinden. Allein schon unser Spiel kann dafür sorgen, dass wir mehr Hände preflop entscheiden. Und da vor dem Flop bekanntlich kein Rake genommen wird, sinkt der EV, den wir auf 100 Hände an den Rake verlieren, sobald wir in diesen 100 Händen weniger Postflopsituationen spielen.
Samy89 maximiert unser EV-Verständnis
EV vs. Regs & EV vs. Freizeitspieler
Interessanter wird es da schon beim EV, den wir gegen Regs und Freizeitspieler generieren. Der ist sehr flexibel und hängt direkt mit unserer spielerischen Leistung zusammen. Der positive EV, den wir aus beiden Gegnergruppen extrahieren und vom Rakeback einsammeln, muss also höher sein als der negative EV, den der Rake erzeugt. Je nach Limit muss man unterschiedlichen negativen Erwartungswerten entgegenwirken, um profitabel zu spielen. Auf den Highstakes ist der negative EV des Rakes zwischen 1BB und 1,5BB auf 100 Hände. Auf NL10 eher zwischen 10BB und 11BB. Ein massiver Unterschied.
Was das genau für unser Spiel bedeutet und wieso es so wichtig ist die Zusammensetzung des EVs zu verstehen, könnt ihr euch im Video ansehen!
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