Stakingtipps für Noobs bei GGPoker
Das in die Software integrierte Stakingfeature bei GGPoker ist ein Gamechanger, man sollte jedoch wissen, woran man einen guten Deal erkennt.
Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Ich bin ein großer Fan des integrierten Stakingfeatures bei GGPoker und erwarte, dass es vor allem bei der anstehenden World Series of Poker hohe Wellen schlagen wird.
Unter anderem stellt es eine sehr gute Möglichkeit dar, um als Neuling im Bereich Staking die ersten Schritte zu wagen. Daher möchte ich heute ein paar einfache Tipps für Anfänger teilen, woran man einen guten Stakingdeal erkennt und was man beim Kaufen von Anteilen unbedingt vermeiden sollte.
Einer der besten Aspekte des Features ist, dass man sich sehr kleine Anteile an der Action anderer Spieler sichern kann und ein daraus resultierender Gewinn unmittelbar in den eigenen Account wandert. Entsprechend können Neulinge das anfängliche Stakinginvestment sehr klein halten und erst einmal herumexperimentieren.

Aufpassen beim Markup
Wenn man sich einen möglichen Kandidaten ansieht, sollte man als erstes einen Blick auf das Profil werfen, das direkt über die Lobby aufgerufen werden kann. Dabei hat man als Spieler, der Anteile verkaufen will, die Option, etwas zu seiner bisherigen Laufbahn zu schreiben und Bilder einzubinden. Zudem kann man auch eine kleine Notiz direkt in der Lobby einblenden lassen. Noch bevor man überhaupt bei den Resultaten ankommt, weiß man als interessierter Käufer also, wie ernsthaft der jeweilige Spieler das Staking betreibt. Wer sich nicht einmal die Mühe macht, sein Profil vernünftig zu gestalten, wird vermutlich auch seine Turniere mit entsprechendem Enthusiasmus in Angriff nehmen.
Im Anschluss kann dann ein Blick auf die bisherigen Gewinne folgen, was ebenfalls auf der Profilseite ersichtlich ist. Das verschafft einem einen groben Einblick, wie jemand bisher bei den Turnieren von GGPoker abgeschnitten hat. Man muss sich dabei aber unbedingt bewusst machen, dass Umsatz und nicht etwa Reingewinn angezeigt wird. Ich vermute, dass es GGPoker so gehandhabt hat, um für genug Interesse am Stakingmarkt zu sorgen, auch wenn nur ein geringer Teil der Spielerschaft langfristig zu den Gewinnern zählt. Man bekommt eine Idee vom Spielvolumen, das ein Spieler stemmt, Sharkscope bleibt jedoch eine bessere, wenn auch nicht optimale Alternative, um die Fähigkeiten eines Spielers zu beurteilen.

Da GGPoker erst in den vergangenen Monaten auf dem Radar vieler Spieler gelandet ist, präsentieren die meisten häufig Graphen und Screennames bei anderen Anbietern wie PokerStars oder partypoker, um ihr Können zu zeigen. Das ist offensichtlich eine nützliche Information, man muss sich jedoch bewusst sein, dass es auch eine Falschangabe sein kann und man sich mit den Resultaten eines anderen Spielers schmücken will. Dieser Aspekt der Profilseiten wird nicht von GGPoker kontrolliert, es bedarf also etwas Eigenrecherche, um sicherzustellen, dass der präsentierte Nickname bei anderen Anbietern auch mit dem Spieler bei GGPoker übereinstimmt.
Nach den tatsächlichen Resultaten ist das Wichtigste das aufgerufene Markup. Dabei handelt es sich um einen Aufpreis, den ein Spieler auf seine Anteile erhebt, weil er sich gegenüber dem Feld eine Edge gibt und davon ausgeht, dass eine Investition in ihn +EV sein wird. Als Neuling kann man sich hier schlichtweg merken: Jedes Markup, das über 1.2 hinausgeht, bedeutet, dass sich der jeweilige Spieler eindeutig als Gewinner sieht – entsprechend sollte genau das auch mit Resultaten untermauert sein, bevor man sich als Käufer von Anteilen auf einen solchen Aufpreis einlässt.
Darüber hinaus sollte man darauf achten, wie viele Anteile ein Spieler prozentual insgesamt zum Kauf anbietet. In dieser Hinsicht ist bei GGPoker von 1% bis 90% alles offen. Verkauft jemand einen sehr hohen prozentualen Anteil, kann man nahelegen, dass er entweder auf Stakes unterwegs ist, die seine Fähigkeiten eigentlich übersteigen, oder zumindest, dass die Motivation bei nur sehr geringem eigenen Anteil im Turnier durchaus dürftig ausfallen könnte.

Zuletzt sollte man kontrollieren, wie hoch das Markup ausfällt, wenn jemand einen großen Anteil seiner Action verkauft. Wenn jemand 90% seiner Anteile in einem $100-Turnier mit einem Markup von 1.5 loswerden will, dann kann er bereits $135 erhalten, noch bevor das Turnier überhaupt gestartet ist. Das bedeutet nicht nur, dass die Motivation bei einem Eigenanteil von 10% im Turnier relativ gering ausfallen könnte. Es kann auch bedeuten, dass sich derjenige überhaupt keine Mühe macht, nachdem er bereits $35 Profit auf das Buy-in machen konnte, noch bevor die erste Hand ausgeteilt wurde.
All diese Ratschläge sollten jedoch keinesfalls abschrecken, es sind nur die wichtigsten Aspekte, auf die es als Neuling zu achten gilt. Das Stakingfeature bei GGPoker bleibt äußerst unterhaltsam, funktioniert im Grunde risikolos und hier und da kann man einen echt guten Deal erwischen. Wie bei anderen Stakingarrangements gilt es lediglich, sich die bekannten Tücken bewusst zu machen.
