Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Die goldene Regel für Single-Raised-Pots

In der Hitze des Gefechts einen Range-Vorteil zu bestimmen, kann herausfordernd sein, doch bencb hat eine praktische Lösung parat: die Zwei-Sets-Regel!

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Das Spielen ohne Position kann herausfordernd sein

Single-Raised-Pots (SRP) gehören zu den häufigsten Postflop-Situationen, mit denen man am Pokertisch konfrontiert wird.

Der Spieler in Position agiert stets mit einem Informationsvorsprung, da ihm die Aktionen der Gegner vor ihm bereits bekannt sind. Doch wie verhält man sich, wenn man selbst zuerst handeln muss?

Glücklicherweise gibt es eine einfache Regel, mit deren Hilfe man jedem Spieler einen potenziellen Range-Vorteil auf verschiedenen Boards zuordnen kann, um so leichter die richtige Entscheidung zu finden.

Doch wie wendet man die sogenannte "Zwei-Sets-Regel" eigentlich an?

Die Zwei-Sets-Regel

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Als Beispielszenario betrachten wir den Fall, dass ein Spieler Under the Gun (UTG) raist und der Gegner am Button (BTN) callt.

Für eine genauere Analyse dieser Situation betrachten wir zunächst die GTO-Strategie, um herauszufinden, auf welchen Flops der Solver Checks oder Bets vorschlägt.

Eine exakte Umsetzung einer GTO-Strategie ist wahrscheinlich nur Spielern auf höchstem Niveau vorbehalten. Daher bietet es sich an, gewisse Vereinfachungen vorzunehmen, um praktisch anwendbare Regeln aufzustellen.

Wenn man nach einem Preflop-Raise Out of Position spielt, schlägt der Solver vor, auf Flops mit mindestens zwei niedrigen Karten (2-9) häufig zu checken und auf Flops mit zwei hohen Karten (T-A) häufig zu setzen.

Diese Tendenz ist darauf zurückzuführen, dass der Solver einen potenziellen Nuts-Vorteil erkennt. Der Spieler, dessen Range besser mit dem Board interagiert, hält im Schnitt häufiger die Nuts und wird somit auch häufiger setzen als sein Gegner.

Praktische Vereinfachungen

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Wer hat die meisten Set-Kombinationen?

Um schnellere Entscheidungen treffen zu können, lässt sich diese Regel vereinfachen, indem wir die potenzielle Anzahl der Sets betrachten.

Wenn ein Gegner auf dem Flop zwei oder mehr Sets halten könnte, checken wir mit 100% unserer Range. Sollten jedoch zwei oder mehr hohe Karten auf dem Flop erscheinen, spielen wir mit 100% unserer Range eine kleine Bet in Höhe von 1/4 oder 1/3 des Pots.

Diese Strategie ergibt sich aus den unterschiedlichen Preflop-Ranges der Spieler. Nachdem der Spieler am Button gegen den UTG-Raiser nur callt, sollte seine Range keine hohen Paare wie JJ+ enthalten, da diese Hände eine 3-Bet vorgezogen hätten. Sämtliche niedrigere Paare sind durchaus in seiner Range enthalten und haben das Potenzial, auf niedrigen Boards Sets zu treffen.

Auf einem Flop wie K♠ Q♥ 2♣ sollte der Spieler am Button nur ein einziges Set halten können (22), da er vermutlich sowohl KK als auch QQ vor dem Flop gereraist hätte. Diese Tatsache erlaubt dem Out-of-Position-Spieler seinen Nuts-Vorteil auszunutzen, indem er auf diesem Board mit seiner gesamten Range setzt.

Auf einem Flop wie 6♥ 7♥ 2♦ verhält es sich genau umgekehrt. Der Spieler am Button könnte auf diesem Board jedes der drei Sets halten (66, 77, und 22) und damit erheblichen Druck ausüben. Daher sollte man auf diesem Flop mit all seinen Händen, einschließlich AA, checken, um auch auf späteren Straßen noch eine ausgewogene Range repräsentieren zu können.

Diese eine Regel hilft dabei, grobe Fehler zu vermeiden, wenn es um die Entscheidung geht, Out-of-Position Continuation Bets zu setzen. Es ist wichtig, sich stets bewusst zu machen, wie häufig die verschiedenen Preflop-Ranges der Spieler auf bestimmten Board-Texturen starke Hände treffen können.

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