Wenn man häufig eigene und insbesondere knappe Entscheidungen hinterfragt, ist das wahrscheinlich ein sehr gutes Zeichen, sagt Dara O'Kearney.
Wenn man bereits seit einiger Zeit einen Solver einsetzt und sich die Ergebnisse beim Pokern noch nicht wesentlich verbessert haben, gibt es trotzdem etwas, das darauf hinweist, dass man Fortschritte macht.
Und zwar wenn man Situationen analysiert, bei denen man sich nicht sicher war und diese, selbst bei der Analyse mit einem Solver, enge Entscheidungen waren.
Folgendes Beispiel mit 25 Big Blinds: UTG eröffnet, man packt eine 3-Bet aus und der Lowjack geht All-In.
Sowohl ein Fold als auch ein Call sind eine valide Option.
Das sagt GTO-Wizard zu dem Spot:
Enge Entscheidungen hinterfragen
Dara O'Kearney
Wie man sehen kann, sind Pocket Neuner das untere Ende der Range und werden von Zeit zu Zeit gefoldet.
Egal, ob man an dieser Stelle mitgeht oder foldet, die Tatsache, dass man unsicher war und es sich dann als ein Mix des Solvers herausstellte, ist ein gutes Zeichen.
Es bedeutet, dass man ein solides Verständnis davon hat, wie man den Großteil seiner Range spielen sollte. Man weiß, dass Zehner ein Call sind und Achter ein Fold, und genau wie der Solver kann man mit Neunern so oder so spielen.
Sollte man aber beispielsweise Fünfer callen oder Jacks folden und sieht dann, dass Neuner das untere Ende der Calling-Range sind, ist es ein Zeichen, die eigenen Ranges zu verfeinern.
Wenn man also das nächste Mal vor einer kniffligen Entscheidung steht und dann feststellt, dass das eigene Blatt am unteren Ende der Skala liegt, Breakeven oder eine Mischung ist, sollte man sich selbst auf die Schulter klopfen. Man stellt sich dieselben Fragen, die auch ein Solver stellen würde.