Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Was bedeutet eigentlich Equity?

Im Rahmen unserer Einsteiger-Serie erklären wir das zentrale Konzept der Equity und zeigen, wie du damit präzise die Stärke einer Hand bestimmen kannst.

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Was bedeutet es, 78% Equity zu haben?

Die meisten Spieler begegnen dem Konzept der Equity zum ersten Mal, wenn sie im Fernsehen eine All-in-Situation verfolgen. 

Die Zuschauer verstehen intuitiv, dass Prozentwerte unter den Karten etwas über die Gewinnchancen aussagen. Doch was sagt der Wert eigentlich genau aus? 

Die Equity beschreibt, wie oft eine Hand beim Showdown gewinnt.

Equity = Showdown

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Wie oft deine Hand den Showdown gewinnt

Der Showdown ist dabei der entscheidende Faktor. Bei einer All-in-Situation geht es immer zum Showdown, genauso wie wenn eine Hand bis zum River durchgecheckt wird. Auch wenn ein Spieler durchgehend setzt und sein Gegner auf jeder Straße callt, endet die Hand im Showdown.

Foldet jedoch ein Spieler, spielt die Equity keine Rolle mehr.

Und genau deshalb ist Equity nicht alles – schließlich ist Poker ein Spiel, in dem wir unsere Gegner zum Folden bringen können. In einem fortführenden Artikel gehen wir diesbezüglich noch auf weitere wichtige Konzepte wie den Erwartungswert (EV) und die Equity-Realisierung ein.

Doch zurück zur Kernaussage: Equity bezieht sich immer auf die Phase vor dem River. Denn sobald die letzte Gemeinschaftskarte aufgedeckt ist, steht die Gewinnerhand fest. Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine ausstehenden Karten mehr, die das Blatt noch wenden könnten.

Die Equity einer Hand ergibt sich also aus der Wahrscheinlichkeit, mit den verbleibenden Gemeinschaftskarten die beste Hand zu bilden.

Die Dynamik der Gemeinschaftskarten

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Ass-König ist die klassische Coinflip-Hand

Ein Paradebeispiel ist das Aufeinandertreffen von A♣K♣ gegen 9♣9♥. In diesem Szenario hat A♣K♣ eine Equity von 47,01%, während 9♣9♥ mit 52,54% leicht vorne liegt. Die Wahrscheinlichkeiten sind nahezu ausgeglichen – daher der Begriff „Coinflip“. 

Obwohl A♣K♣ zunächst hinten liegt, folgen fünf Gemeinschaftskarten (Flop, Turn und River), um ein Ass, einen König, drei weitere Kreuzkarten für einen Flush, eine Straße, zwei gepaarte Overcards (z. B. TTQQ) oder Quads zu treffen. Gleichzeitig hofft der Spieler mit A♣K♣, dass keine weitere Neun fällt oder sich ein Drilling auf dem Board bildet. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine dieser günstigen Entwicklungen für A♣K♣ eintritt, beträgt 47,01%. Dementsprechend behält 9♣9♥ zu 52,54% die Führung.

In seltenen Fällen (0,9%) bildet sich auf dem Board eine Straße, ein Flush oder Quads mit einem Ass-Kicker, sodass der Pot geteilt wird.

Hat eine Hand mehr als 50% Equity, spricht man von einer profitablen „Value-Hand“ – also einer Hand, mit der man in der Regel zum Showdown gelangen möchte.

Range vs Range

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Mit Equilab verschiedene Szenarien testen

Die Equity einer Hand lässt sich jedoch nicht nur gegen eine spezifische gegnerische Hand berechnen, sondern auch gegen eine gesamte Range möglicher Hände, die der Gegner halten könnte. Ebenso kann die Equity einer kompletten Range gegen eine andere Range ermittelt werden. 

Ein Beispiel: Hältst du 88 und schätzt, dass dein Gegner eine Range von 55+, A2s+, KJs+, QJs, AJo+, KQo spielt, besitzt du eine Equity von 51,16% gegen diese Range. Manche dieser Hände dominieren 88, aber insgesamt liegt deine Hand leicht vorne. 

Das kostenlose Tool Equilab von PokerStrategy.com bietet eine ideale Möglichkeit, um das Konzept der Equity besser zu verstehen. Durch das Testen verschiedener Hand- und Range-Konstellationen kannst du spielerisch lernen, wie sich die Equity in unterschiedlichen Situationen entwickelt.

Wie gut kennst du deine Equity? Wir freuen uns auf eure Kommentare!