Laut Dara O’Kearney liegt das Erfolgsrezept gegen hyperaggressive Gegner darin, ihnen gezielt die Stirn zu bieten und konsequent auf Slowplay zu verzichten.
Mit der richtigen Strategie hat man gegen Maniacs leichtes Spiel
Fast alle Spieler, mit denen ich arbeite, haben Schwierigkeiten im Umgang mit sogenannten „Maniacs“ – also Gegnern, die scheinbar unberechenbar spielen.
Der größte Fehler, den man gegen solche Kandidaten machen kann, ist, zu versuchen, sie mit starken Händen zu trappen.
Das hat mehrere Gründe:
Die Absicht, sie zu ködern, ist oft leicht zu durchschauen – viele drosseln daraufhin ihr Tempo
Man gibt ihnen zu viel Raum, ihre Equity zu realisieren, statt sie zum Folden zu bewegen
Man manövriert sich selbst in schwierige River-Spots, wenn das Board ungünstig ausfällt
Stattdessen sollte man ihre Aggression gezielt kontern – mit konsequenten Valuebets und durchdachten Bluffs, aber ohne dabei die eigene Range zu erweitern.
Akzeptiere die Varianz
Dara O'Kearney
Viele verziehen das Gesicht, wenn ich das sage, denn dieser Gedanke rüttelt am vermeintlichen Sicherheitsgefühl.
Doch man sollte lernen, die Varianz als Verbündeten zu sehen.
In den meisten Fällen hat dein Gegenüber den Flop verfehlt und wird deiner Aggression nichts entgegensetzen können.
Wenn man mit offenem Visier spielt, sollte man die Spots nicht allzu ergebnisorientiert bewerten.
Es ist allemal besser, mit einer klaren Linie aus dem Turnier zu fliegen, als sich passiv Chips abnehmen zu lassen.
Hat man einmal einen klaren Gameplan gegen Maniacs, wird das Spiel gegen sie nicht nur beherrschbar – es macht sogar richtig Spaß.