Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Check oder Bet am River?

Dara O’Kearney beleuchtet die zentrale Frage, ob es sich mit einer starken Hand am River lohnt, den Gegner zum Bluffen zu verleiten – oder ob man besser selbst die Initiative ergreift, um Checkbacks zu unterbinden.

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Wie wird meine Bet wahrgenommen?

Der River ist mit Bestimmtheit die Straße, auf der Spieler am stärksten vom GTO-Kurs abweichen. Denn in der Praxis steht River-Aggression meist für echte Stärke – und viele Spieler versäumen es, dünne Valuebets zu platzieren.

Stell dir vor, du sitzt am River ohne Position mit einer starken Hand und der Gegner hat sowohl auf dem Flop als auch am Turn gesetzt. Checkst du hier in der Hoffnung, eine weitere Bet zu provozieren – oder übernimmst du lieber selbst die Initiative?

Die beiden folgenden Fragen können dir deine Entscheidung erleichtern:

  • Wenn ich checke: Welche Hände wird mein Gegner betten – und mit welchen wird er die sichere Route wählen und checken?
  • Wenn ich bette: Mit welchen Händen wird er callen? 

Im Zweifel lieber selbst setzen

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Dara O'Kearney

Manche Gegner setzen am River mit allen Händen, mit denen sie auch callen würden – und streuen zusätzlich ein paar Bluffs ein, wenn man ihnen die Gelegenheit dazu gibt. Gegen diesen Spielertyp ist ein Check oft profitabler, weil sie so mehr Hände betten, als sie auf unsere Bet callen würden.

Gegen passive Spieler sollten wir hingegen selbst setzen, da sie zu selten Valuebets platzieren und vorzugsweise checken.

Die entscheidende Frage lautet also: Zu welchem Typ gehört mein Gegner? 

Die meisten Spieler agieren am River zu passiv. Deshalb sollte man im Zweifel lieber selbst setzen – vor allem, wenn das Board Scare Cards bringt, die Gegner mit marginalem Showdown-Value eher zu einem Checkback verleiten.

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