Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Gericht in Pennsylvania: „Poker ist ein Geschicklichkeitsspiel“

Ein Gericht in Pennsylvania sprach zwei Angeklagte vom Vorwurf des illegalen Glücksspiels frei, die regelmäßig eine private Pokerrunde bei Blinds von $1/$2 abhielten. Die Begründung des Urteils: „Poker ist ein Geschicklichkeitsspiel“

Der Strafverteidiger Pete Campana, selbst leidenschaftlicher Pokerspieler, rezitierte während der Verhandlung Seitenweise aus bekannten Pokerbüchern und argumentierte, dass es beim Pokern weit mehr um Können, als um Glück ginge. „Glück kann man nicht lernen“ so der Anwalt. Das Ergebnis: das Gericht teilte die Meinung des Verteidigers und sprach die beiden Angeklagten frei.

Poker ein GeschicklichkeitsspielInteressant ist nun die Frage, wie es nach dem Urteilsspruch weiter geht. Pete Campana sieht derzeit zwei Möglichkeiten. Entweder nehme der Staat Pennsylvania Poker eindeutig in die Liste der illegalen Glücksspiele auf, oder er würde versuchen, die Richtlinien für Strategiespiele strenger zu definieren, so der Verteidiger nach der Urteilsverkündung.

Ob der Fall, der nur für zwei kleine Bezirke in Pennsylvania Gültigkeit besitzt, nun ein Präzedenzfall darstellt, sei mal noch dahingestellt. Zumindest aber scheint die allgemeine Stimmung gegenüber dem Pokerspiel spätestens mit der Wahl Obamas in den USA wieder besser geworden.