Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Das Rampenlicht war mir nicht so wichtig

Robert 'eSa.Fenris' Möckel ist seit einem Jahr regelmäßig auf den Fixed Limit High Stakes unterwegs. Seit Januar 2008 ist er außerdem als deutscher Community Manager für PokerStrategy tätig.

Heute stellen wir euch mal einen der unbekannteren Black Member vor, der in Zukunft eine wichtige Rolle im deutschen Forum einnehmen wird:
Robert aka eSa.Fenris spielt nicht nur sehr erfolgreich auf den FL Mid bis High Stakes. Seit Januar 2008 ist er der deutsche Community Manager.

Seine Heimatstadt Berlin hat Robert, 22 Jahre jung, in den letzten zwei Jahren schon mehrfach verlassen. Neben dem Poker hat er sich vor allem mit anderen Ländern beschäftigt und besuchte Südafrika, Indien, Thailand und China.
Jetzt ist er für eine neue Aufgabe für längere Zeit aufgebrochen: Als deutscher Community Manager sitzt Robert seit zwei Wochen im sagenumwobenen PokerStrategy-Office.

Wie er zum Poker kam? Die obligatorische Frage, auf welche immer wieder die selbe Antwort geliefert wird: StarCraft! Wie Korn, Schnibl0r, Fisheye, Wishmaster, sammy oder selbst der Gewinner des PokerStars Caribbean Adventure, Bertrand ‚Elky' Grospellier, spielte auch Robert jahrelang erfolgreich das Online-Strategiespiel StarCraft: Brood War.
Zumindest bis er vom Pokererfolg ehemaliger Mit- und Gegenspieler hörte. Und obwohl er zu den Top5-Spielern in Deutschland gehörte, folgte auch Robert ihnen. Die ganz großen Erfolge blieben ihm in Broodwar leider verwehrt. Unter anderem verpasste er haarscharf den Sprung zu den World Cyber Games, einer Art eSport-Weltmeisterschaft. "Zum Anderen war es mir nicht sehr wichtig, im Rampenlicht zu stehen. Daher nahm ich auch nur selten an Turnieren teil," äußert er sich - wie immer zurückhaltend und sympathisch.

Die Broodwar-Erfahrung scheint vielen Spielern den Einstieg beim Pokern zu erleichtern. Auch Robert sieht viele Ähnlichkeiten zwischen dem PC- und dem Kartenspiel. "Jedoch ist bei Starcraft die Geschwindigkeit ein entscheidender Faktor. Beim Poker muss man natürlich auch schnell sein, doch steht ganz klar der strategische Teil im Vordergrund."

Trotz des scheinbar leichten Umstiegs, begann Robert nicht mit einem schnellen Aufstieg. Beinahe wäre seine Pokerkarriere vorzeitig beendet gewesen. Bis er realisierte, dass man mit Poker tatsächlich viel Geld verdienen kann. Von dieser Tatsache beflügelt, stürzte er sich in die Theorie, las Artikel und Bücher. Zu dieser Zeit setzte er sich das Ziel, FL $3/$6 zu schlagen. Dort angekommen, spürte Robert, dass seine Grenze noch nicht erreicht war. So stieg er weiter in den Limits auf und spielt so seit knapp einem Jahr $10/$20 und aufwärts. Sein Hauptlimit ist derzeit $50/$100, seine Ausflüge auf $100/$200 waren bisher jedoch weniger erfolgreich. "Ich gehe aber definitiv davon aus, dass ich in wenigen Monaten auch dieses Limit zu meinen Regulars zählen kann," sagt Robert.

Und wie bildet er sich jetzt noch fort? Hauptsächlich mit dem Handbewertungsforen. "Hier entstehen oft interessante Diskussionen mit anderen Spielern. Ich denke, dass das Posten von Händen eines der mächtigsten Methoden ist, seinen Skill zu erhöhen. Denn passives Lernen (Videos, Coaching) kann immer nur ein Teil des Lernprozesses sein. Jeder, der wirklich sein Spiel verbessern will, muss früher oder später selbst aktiv werden!" Auch diese Antwort hören wir nicht zum ersten Mal - scheinbar ist da wirklich was dran.

In seinem neuen Job als deutscher Community Manager wird Robert auch weiterhin im Beispielhandforum unterwegs sein. Doch das ist sicherlich nicht alles, oder? "Mein Augenmerk wird zunächst auf dem Forum liegen," so Robert. "Zum einen werde ich versuchen eine bessere Betreuung der Foren durch Moderatoren und Handbewerter zu erreichen. Zum anderen werde ich mich zukünftig auch mit strukturelle Veränderung im Forum befassen." PokerStrategy wünscht dabei viel Spaß und Erfolg!