Aktualisiert am 04 Aug. 26 von

Deal or no Deal?

Bist du unsicher, ob dir am Final Table ein fairer Deal angeboten wird? Ein simples Gedankenexperiment verschafft dir die nötige Klarheit.

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Wann ist ein Final-Table-Deal die richtige Entscheidung?

Ich persönlich bin ein großer Befürworter von Final-Table-Deals. Die Auszahlungsstrukturen bei Turnieren sind häufig ziemlich toplastig, und angesichts der enormen Varianz kann es nicht verkehrt sein, sich einen satten Gewinn zu sichern.

Gleichzeitig sprechen auch rein pragmatische Aspekte für einen Deal: Ein Chop am Final Table, um endlich die verdiente Nachtruhe zu bekommen oder sich die begehrte Siegtrophäe zu sichern, sind vollkommen legitime Gründe, das Ganze etwas abzukürzen.

Wer immer noch unschlüssig ist, ob ein Final-Table-Deal die richtige Entscheidung ist, sollte folgendes Gedankenexperiment durchführen:

Würdest du in diesen hypothetischen Final Table einsteigen?

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Dara O'Kearney

Stelle dir vor, es ist 3 Uhr morgens, und du hast die Möglichkeit, dich an einen Final Table einzukaufen. Würdest du die Chance ergreifen?

Nehmen wir an, es handelt sich um ein Heads-up, bei dem du mit einem 2:1-Rückstand startest. Der Sieger erhält $4.000, der Zweitplatzierte $2.500. Nun wird dir ein Deal angeboten, bei dem du $3.000 erhältst und dein Gegner $3.500. Damit sicherst du dir also $500 zusätzlich, verzichtest aber auf die Chance, weitere $1.500 gewinnen zu können.

Würdest du zu später Stunde tatsächlich $500 riskieren, um $1.500 zu gewinnen – und das mit einem deutlichen Chipdefizit?

Für die meisten Spieler dürfte die ehrliche Antwort „Nein“ lauten.

Anders sieht es aus, wenn der Deal nur $150 mehr als der Runner-up-Preis einbringt: Plötzlich riskierst du lediglich $150, um $1.500 gewinnen zu können – eine hochprofitable Situation.

Das ICM-Modell bleibt zwar die unverzichtbare Berechnungsgrundlage, doch die entscheidende Frage sollte immer lauten: Würde ich mich unter den gegebenen Umständen freiwillig in dieses Match einkaufen?

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