EPT Prag senkt PokerStars Open auf €1.100

Der Spielplan für die European Poker Tour Prag zum Jahresende steht fest und beim zweitgrößten Event der Serie gibt es eine interessante Änderung.
Das PokerStars Open wird traditionell als zweites Main Event der Tour gespielt. In Prag beträgt das Buy-in diesmal €1.100 und fällt damit deutlich niedriger aus als die €1.650, die bei vergleichbaren EPT-Events in diesem Jahr verlangt wurden, unter anderem beim EPT Barcelona im vergangenen Monat.
Als eigenständiges Event, etwa beim PokerStars Open Malaga, lag das Buy-in bereits bei €1.100. Wurde das Open dagegen im Rahmen einer European Poker Tour ausgetragen, kostete die Teilnahme bislang €1.650.
Der Sweet Spot für Mid-Stakes?

Genau diese Preisfrage wurde zuletzt überraschend intensiv in der Pokerszene diskutiert. Der zentrale Punkt: Buy-ins ab €1.500 könnten für viele Mid-Stakes-Regulars bereits oberhalb ihrer eigentlichen Komfortzone liegen.
Viele dieser Spieler treten regelmäßig bei Turnieren um €500 an und nehmen gelegentlich auch größere Events um €1.000 mit. Das Irish Open ist dafür ein gutes Beispiel.
Auch für Satellite-Spieler ist diese Preisstufe deutlich zugänglicher. Ein €100 Satellite für ein €1.100-Turnier wirkt wesentlich realistischer als der Versuch, sich für ein Event zu qualifizieren, das fast doppelt so teuer ist.
Beim diesjährigen EPT Barcelona gingen die Teilnehmerzahlen bei den meisten Events zurück. Eine bemerkenswerte Ausnahme war der €825 Cup, der sogar zulegen konnte.
Das könnte darauf hindeuten, dass aktuell besonders im Mid-Stakes-Bereich eine stärkere Nachfrage nach Turnieren in dieser Preisklasse besteht – insbesondere, da sich die Pokerbranche insgesamt derzeit in einer schwächeren Phase befindet.
Wird €1.100 künftig häufiger zum Standard?
In der neuesten Ausgabe von The Chip Race kam das Thema auch im Gespräch mit PokerStars-Ambassador David Lappin zur Sprache.
Lappin hält es für möglich, dass Barcelona zunächst beim Buy-in von €1.650 bleibt. Gleichzeitig geht er davon aus, dass PokerStars im kommenden Jahr bei weiteren Stopps verstärkt auf die €1.100-Preisstufe setzen könnte.
Prag könnte damit mehr als nur eine einmalige Anpassung sein. Sollte das günstigere Buy-in tatsächlich für größere Felder und eine breitere Zielgruppe sorgen, dürfte die Entwicklung auch für kommende PokerStars-Events interessant werden.