WSOP Event #21: Die Chipleader ziehen durch
Es war ein langer Tag für Zac Fellows und James van Alstyne, die um den Sieg im 21. Event der Word Series of Poker kämpften. Am Ende geloang es Zac Fellows den Sieg und die damit verbundenen $311.899 mit nach Hause zu nehmen.
Die 21 Spieler im $3.000 H.O.R.S.E Event mussten sich auf einen langen Tag einstellen - dabei hätte alles viel schneller ablaufen können, wenn sich die Teilnehmer darauf geeinigt hätten, die Top vier des zweiten Tages alleine um den Sieg spielen zu lassen. Denn am Ende sollte sich herausstellen, dass dieselben Personen am oberen Ende des Leaderboards ihren Platz fanden, die bereits am zweiten Tag überdurchschnittlich abschnitten.
Unter den Prominenten Abgängen vor dem Final Table ist vor allem Gavin Smith zu nennen, der mit dem 10. Platz nur den unbegehrten Titel als Bubble-Boy einkassierte. Er nahm dafür zwar noch nette $23.777 ein, jedoch hatte er sich sicherlich berechtigte Hoffnungen auf eine bessere Platzierung gemacht. Schließlich war die Spielart Stud Endstation für Smith, als er gegen Martin Eikeng seine Chips verlor. Dieser bekam einen dritten König auf der vierten Street und callte das All-in Smiths mit drei Achten ohne Zweifel.
Als der Dealer am Final Table zum ersten Mal die Karten austeilte, hatte James van Alstyne die meisten Chips vor sich liegen und überholte somit Zac Fellows, der immerhin noch Zweiter im Ranking war. Dahinter lauerten Michele Limongi und Timothy Finne auf dem dritten und vierten Platz des Leaderboards.
Michele Limongi war der erste unter den Favoriten auf den Titel, die eine nennenswerte Aktion am Final Table hatte. Mit ihren Königen konnte sie Stewart Yancik an die Rails schicken, der mit ![]()
im Spiel Texas Hold'em das Nachsehen hatte. Kaum war der erste Spieler aus dem Rennen, flogen die Chips über den Tisch als gäbe es kein morgen mehr. Chipleader und Shortstacks tauschten ihre Positionen im Minutentakt und auf einmal war der einstige Chipleader Fellows am Ende der Nahrungskette angelangt. Doch auch er konnte sich wie durch ein Wunder von seinem Down erholen und schaffte es unter die letzten vier.
Genau so wundersam war es, dass Michele Limongi, die zwischenzeitlich mehr als das Doppelte an Chips hatte als fast alle anderen Spieler am Final Table, sich mit dem vierten Platz zufrieden geben musste. Beim Razz unterlag sie Zac Fellows' Zehn low mit ()
(
), während sie (
)

) zu bieten hatte. Sie nahm also denselben Platz ein, den sie zu Beginn des Tages inne hatte: Platz vier für $87.264.
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| Source: IMPDI for 2009 WSOP |
Timothy Finne schaffte es, seinen Stack während Razz und Stud-8 deutlich zu vergrößern, doch als das Spiel auf Texas Hold'em wechselte, war seine Zeit gekommen. Sein Toppair mit auf dem
Flop war nicht genug, um gegen Fellows' Toppair mit Topkicker
zu bestehen. Dem All-in am Flop folgten die
am Turn und der
am River, die das Schicksal Finnes besiegelten und ihn mit $126.199 im Gepäck an die Rails schickten.
Das große Heads-Up fand zwischen Zac Fellows (Bild rechts) und James van Alstyne statt, die mit etwa gleich großem Stack starteten. Fellows konnte seinen Haufen Chips bei den ersten Runden Hold'em, Omaha-8, Razz und Stud kontinuierlich erweitern. James van Alstyne kämpfte sich im darauffolgenden Hold'em Level zwar wieder einigermaßen heran, aber Fellows war zu dominant und konnte sich die Jetons zurückerobern.
Am Ende eines langen Tages legte Fellows die Weichen für den Sieg beim Stud-8, so dass ihm der KO-Schlag im Texas Hold'em nicht mehr schwer fiel. Das Paar sah preflop schon ordentlich aus, doch als der Flop
brachte, musste Fellows nur noch auf Action hoffen. Diese bekam er von van Alstynes
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, der auf dem
Turn all-in ging. Dem schnellen Call Fellows war zu entnehmen, dass dieser Move keine gute Idee war. Als van Alstyne dann das Set gegenüber sah, war klar, dass er dieses Turnier nicht mehr gewinnen werden würde.
Die bedeutungslose am River wurde kaum noch wahrgenommen, da Zac Fellows bereits damit beschäftigt war, sein goldenes Bracelet und die Siegesprämie in Höhe von $311.899 zu feiern. Insgesamt war der Sieg mehr als verdient, da Zac Fellows während des gesamten Turniers eine starke Leistung ablieferte und stets unter den Bigstacks zu finden war. Ähnliches galt zwar auch für James van Alstyne, aber die $192.866 sollten ihn in Kürze für das verlorene Heads-Up trösten.
| World Series Of Poker Event #21 Resultate |
||
| Platz | Name | Preis |
| 1. | Zac Fellows | $311.899 |
| 2. | James van Alstyne | $192.866 |
| 3. | Timothy Finne | $126.199 |
| 4. | Michele Limongi | $87.264 |
| 5. |
Christopher Amaral
|
$63.536 |
| 6. | Martin Eikeng | $48.590 |
| 7. | Gabriel Nassif | $38.947 |
| 8. | Matt Hawrilenko | $32.647 |
| 9. | Stewart Yancik | $23.777 |
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