Trader in Event #40
PLO-Turniere mit hohen Buy-ins scheinen Trader zu liegen. Nach einem guten Start in Event #40, einem mit Stars bespickten $10.000-Event, ging es für Trader mit hohen Erwartungen an Tag 2 zurück ins Geschehen.
Die WSOP 2009 setzt Zeichen. Bei keinem anderen Event ist das Angebot an alternativen Spielvarianten zum allgegenwärtigen Hold'em größer. Die teuersten Events waren dabei vornehmlich Omaha, Stud oder H.O.R.S.E.-Turniere, und Event #40 war mit einem starbespickten Teilnehmerfeld noch einmal ein besonderer Höhepunkt im Turnierplan.
An den Tischen fand man mit Tom "durrrr" Dwan, Patrik Antonius, Gus Hansen, Ilari "Ziigmund" Sahamies und Phil Ivey endlich auch mal die Hauptprotagonisten der Online-Highstakes versammelt. Ebenfalls nicht fehlen durften unter anderem Barry Greenstein, Daniel Negreanu, Sam Farha, Eli Elezra, Isaac Haxton, Peter Eastgate, Eric Liu, Layne Flacke und viele weitere.
Mit insgesamt 295 Startern war das Teilnehmerfeld für ein Turnier dieser Buy-in-Klasse durchaus gut besucht. Besonders gerne gesehen waren einige reiche Zocker, die sichtlich unerfahren im professionellen Pokerspiel waren. Gepaart mit den gedrittelten Startstacks kam es so früh zu einer Menge Action. Auch Traders und Nazguls Tische machten da keine Ausnahmen und viele Spieler riskierten früh ihre Stacks.
Selbst Team Manager RobbieV war über die verrückte Action in den frühen Limits erstaunt: "Ich verfolgte Traders Tisch und all die Leute gingen mit irgendwelchen Babydraws all-in. Mit Toppair callten die Bets für den ganzen Stack. Einfach sick!"
Tatsächlich war es ein Tag an dem viel gegambelt wurde, und Trader gelang es früh sich einen Vorteil daraus zu verschaffen, so dass er seinen Stack in den ersten beiden Level bereits deutlich vergrößert hatte.
"Der Tisch war voll von Limpern, die den Flop sehen und gambeln wollten. Da muss man konsequent und direkt spielen um sich Respekt zu verschaffen."
Während sich die Pros an vielen Tischen die Klinke in die Hand gaben, blieb Traders Tisch recht fischig - loose und einfach zu spielen, und nachdem Trader einen drawlastigen 60.000-Pot am Flop mitnahm, hatte er knapp dreimal so viel wie der Durchschnitt und konnte entspannt bis zum Ende von Tag 1 weiterspielen.
Nazgul hingegen war erneut nicht in der Gunst Fortunas und musste nach einem guten Start fast völlig Carddead zusehen, wie seine Chips schwanden und er sich schließlich an den Rails wieder fand.
Nachdem Trader noch einige 30.000er- und 60.00er-Pötte mitnahm, begann unser Team-Mitglied Tag 2 mit einem komfortablen Stack von 145.600 Chips.
Nach rund zwei Stunden schickte Trader Hoyt Corkins an die Rails und stand danach bei 214.000 Chips. Trader openraiste auf 7.000, Corkins reraiste auf 22.000, Trader machte 66.000 raus, und Corkins callte zum all-in. bei Trader stand
bei Corkins gegenüber. Das Board kam
, und Trader hatten den zweifachen Braceletträger an die Rails geschickt.
Später wurde Traders Tisch aufgelöst und er kam in ein deutlich tougheres Umfeld. Anstatt sich mit eher unbekannten Spielern zu messen, hießen seine Gegner hier unter anderem William Thorson, Nenad Medic and David Williams, die zu allem Überfluss auch noch mit reichlich Chips ausgestattet waren.
Besonders Thorson, Finalist der EPT Dortmund, und Nenad Medic versuchten das Spielgeschehen zu bestimmen. Beide spielten fast jeden Pot und versuchten mit Raises und Potsize-Bets die Chips mitzunehmen. "Das ist ein starker Tisch, aber dennoch kann ich weiter mein Spiel spielen. Ich muss nur vorsichtig sein", kommentierte Trader nach einem Level die neue Situation.
Der Anfang vom Ende kam mit einem missglückten Bluff gegen Jonas Entin. Trader raiste preflop auf 23.000 um die Blinds abzugreifen, doch Jonas Entin im Small Blind callte. Beide Spieler checkten den Flop , und auf dem Turn kam die
. Entin checkte, Trader bettet 25.000, und Entin callte die Bet. Der River war die
, und Trader shovte für seine verbliebenen 65.000 all-in. Mit den Worten "I have nothing" deckte Trader seinen Bluff mit
auf. Entin zeigte
zum geflopten Top-Twopair.
"Ich hatte gegen den gleichen Typen knapp zwei
Stunden zuvor exakt die gleiche Line erfolgreich durchgebrachte.
Er war ein guter thinking Player, und so dachte ich, er würde denken,
ich würde kein zweites Mal den gleichen Move bei der gleichen
Boardstruktur bringen. Er dachte nicht so und hat mich gesnappt", erklärte Trader seinen Move im Team-Blog.
Nach der Hand war Trader shortstacked und callte mit K-K-9-2 beim Board K-J-6 einen All-in-Raise und sah sich K-6-X-X samt Flushdraw ausgesetzt. Der River brachte seinem Gegner den Flush und Trader war ausgeschieden.
25 Spieler überstanden am Ende Tag 2 und haben damit mindestens $25.817 sicher. Chipleader ist Noah Schwartz mit knapp 1,2 Millionen Chips. Ebenfalls noch mit im Rennen um ein weiteres Bracelet sind Howard Lederer und Barry Greenstein.
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Team PokerStrategy.com: