Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP Event #45: John Kabbaj holt sich den Titel

Am Ende eines hart umkämpften Final Tables wurde John Kabbaj in einer unausweichlichen Hand mit Assen gegen Gerasimovs Könige zum neuen World Champion of Pot Limit Hold'em.

WSOP

Mit zwei Team PokerStrategy.com Spielern sowie zwei PokerStrategy.com Community Mitgliedern ging es in den zweiten Tag des $10.000 Pot Limit Hold'em Events. Nazgul und ragen konnten die hohen Erwartungen leider nicht erfüllen, da sie noch vor den Geldrängen als 57. bzw. 53. ausschieden.

Besser hingegen sah es für Allanon85 und fa_morgoth aus, denn die beiden konnten zumindest schon einmal die Bubble-Hürde überspringen. Ersterer stand ständig unter Zugzwang mit seinem Shortstack, konnte aber nie verdoppeln und schied somit als 26. aus. Für Letzteren lief es deutlich besser, leider konnte aber auch er nur den 16. Platz erringen und gehörte so nicht zu den letzten 14 Teilnehmern, die es am letzten Turniertag noch einmal miteinander aufnahmen.

Perfekt hingegen lief es für John Kabbaj – er konnte mit 2 Millionen in Chips als Führender in den dritten Tag starten, sein ärgster Verfolger, J.C. Alvarado, konnte nur einen gerade mal halb so großen Stack aufweisen.

  Die Shortstacks erwischt es als erstes


Als es langsam um die begehrten Plätze am Final Table ging, fielen die Shortstacks wie die Fliegen. Thomas Pattersson war der erste, den es traf. Mit JT traf er gegen Billy Kopp's A5 nichts Brauchbares auf dem Board. Ähnlich erging es Ken Lennard, der mit QT gegen Isaac Haxtons AK ebenfalls vergeblich auf Hilfe wartete. Auch Michael Kamram erging es nicht anders, als er mit J9 gegen Billy Kopp's A7 aus dem Event befördert wurde.

Moshin Charanio hatte da schon mehr Glück, als er mit KK gegen Darryll Fishs 66 verdoppeln konnte. Das selbe galt für Davidi Kitais KK, die gegen Billy Kopps 99 standhielten. Als dann auch noch Jason Lester mit seinen 99 den Coinflip gegen Kirill Gerasimov und sein AK gewann, sah es zunächst so aus, als würde es noch eine Weile dauern, bis der nächste Spieler den Gang an die Rails antreten müsste.

Schließlich war es dann Billy Kopp, dem diese zweifelhafte Ehre zu Teil werden sollte, nachdem er mit AQ gegen Davidi Kitais JJ unterlegen gewesen war. Von da an dauerte es dann noch einmal etwas länger, bis der Bubble Boy ausgemacht werden konnte. Dieser hieß dann Moshin Charania. Nachdem er zunächst mit QQ gegen Jason Lasters AK verloren hatte,  bekam er auch mit AJ keine Hilfe gegen Davidi Kitais 99, und musste sich so den Final Table von den Rails aus anschauen.

  die verbleibenden spieler lassen sich zeit

Als der Final Table begann, war John Kabbaj zwar immer noch Chipleader, hatte aber deutlich an Dominanz eingebüßt. Mit seinen 1.867.000 Chips lag er nur noch hauchdünn vor Davidi Kitai, der 1.737.000 aufzuweisen hatte. Auch Isaac Haxton und Eric Baldwin hatten nun jeweils über eine Million Chips vor sich liegen.

Es war ein sehr umkämpfter Tisch, dieser Final Table. Der Shortstack, Derryll Fish, schaffte es wieder einmal durch Verdoppeln seiner Chips im Event zu bleiben. Allerdings sollte es ihn bei seinem nächsten Versuch dann doch erwischen, nachdem er mit A8 nichts gegen J.C. Alvarados 77 getroffen hatte. Für Fishs neunten Platz gab es ein Preisgeld in Höhe von $77.136.

Nach gut zweieinhalb Stunden Spielzeit am Final Table hatte sich das Spielklima immer noch nicht drastisch verändert, weil alle Beteiligten vorwiegend daran interessiert zu sein schienen, ihre Positionen zu erhalten. Die Blinds nahmen auf diese Einstellung jedoch natürlich keinerlei Rücksicht, so dass nach weiteren 90 Minuten und einigen Double-ups später, Isaac Haxton derjenige war, der mit KQ gegen AQ aus dem Turnier eliminiert wurde. Da kein König erschien, stand er als Achtplatzierter fest.

  John Kabbajs chipstapel wächst wieder


Mehr Glück hatte J.C. Alvarado (links im Bild), der besagten König traf, und so mit KT gegen Davidi Kitais AJ gewinnen konnte. Nun mussten noch einmal knappe drei Stunden vergehen, bis das nächste Opfer gefunden werden konnte. Es war Eugene Todd, der mit AQ keine Hilfe vom Board bekam und sich somit gegen Kirill Gerasimovs QQ nicht verbessern konnte.

Nur ein paar Minuten später folgte dann gleich Jason Lester der mit JT gegen Davidi Kitais A5 unterlegen war.

John Kabbaj hatte seit Beginn dieses Tisch einen Großteil seiner Chips eingebüßt. Daraufhin ging er das Risiko ein, J.C. Alvarados All-in 3-Bet zu callen. Mit AT traf er ein Ass auf dem Board und konnte so gegen 66 seines Kontrahenten gewinnen.

Danach versuchte Alvarado, der durch diese Hand zum Shortstack degradiert worden war, ein ums andere Mal mit Blindsteals erfolgreich zu sein. Am Anfang klappte dies auch ganz passabel, änderte aber letztendlich nichts an seiner Eliminierung als Fünfter.

Zuvor war er auf einen von Kabbajs Raises all-in gegangen, konnte aber nach einem Call von TT seine Hand, AQ, nicht mehr verbessern. Nur Minuten später ereilte das gleiche Schicksal auch Davidi Kitai, der Kirill Gerasimov all-in gereraist hatte. Letzterer fand allerdings mit KT auf dem Board einen K, und gestaltete so den Coinflip gegen Kitais 55 siegreich.

  Ein dauerndes Hin und her
 John Kabbaj
Source: IMPDI for 2009 WSOP

In dem folgenden, lang andauernden Gerangel gelang es Kirill Gerasimov sich zum Chipleader zu befördern. Mit fast 4 Millionen in Chips hatte er zu Kabbajs 2,5 Millionen-Stack einen gewaltigen Abstand aufgebaut. Eric Baldwin hatte knapp 2 Millionen vor sich liegen.

Eben diesem gelang es daraufhin aber, nach gelungenem Checkraise am River, einen großen Part von Kabbajs Stack an sich zu reißen. Nach dieser Hand übernahm Baldwin mit 3,2 Millionen den zweiten Platz, während Kabbaj nun mit 1,2 Millionen nur noch Shortstack war.

Kabbaj (rechts im Bild) benötigte danach allerdings nur Minuten um die Situation abermals völlig auf den Kopf zu stellen. Er konnte mit 99 durch ein Full House gegen Gerasimovs A9 verdoppeln.

Im danach folgenden Pot, musste Baldwin mit AJ einen Bad Beat hinnehmen, als Gerasimov mit A9 zwei  Paare bekam.

Mit nur noch 420.000 in Chips trat Baldwin schließlich mit J6 gegen Kabbajs A5 an, aber schon das Ass auf dem Flop besiegelte sein Ausscheiden so gut wie endgültig. Das Heads-up, in dem Gerasimov mit 5,5 Millionen zu 3,5 Millionen führte, konnte nun endlich beginnen.

Durch aggressives Spiel gelang es Gerasimov zunächst, seinen Chiplead weiter auszubauen. In der Hand, die ihm dann schon das Bracelet hätte bringen können, musste er aber mit 33 auf der Hand mit ansehen wie Kabbaj, der A4 hielt, ein Full House floppte und ihm so gut wie alle Outs wegnahm. Danach schaffte Kabbaj es auch, durch immer wieder klug eingesetzte Checkraises bei größeren Pötten, seinem Kontrahenten die Führung abzuluchsen.

In der entscheidenden Hand hatte Gerasimov preflop geraist und einen Call von Kabbaj bekommen. Auf dem 437-Flop fühlte Ersterer sich dann sicher genug um Kabbajs Bet zu raisen und auch den darauf folgenden All-in mit KK zu callen.

Als Kabbaj dann jedoch AA umdrehte und kein König mehr auf Turn oder River erschien, durfte dieser sich nun mit dem Bracelet schmücken und die $633.335 Preisgeld an sich nehmen.

World Series Of Poker
Event #45 Resultate
Platz Name Preisgeld
1. John Kabbaj $633.335
2. Kirill Gerasimov  $391.369
3. Eric Baldwin $259.534
4. Davidi Kitai $183.638
5. J.C. Alvarado $138.375
6. Jason Lester  $110.431
7. Eugene Todd  $93.085
8. Isaac Haxton  $82.668
9. Darryll Fish  $77.136

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