Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Europa beherrscht die WSOP

Spieler aus Europa schnitten bei der WSOP 2009 außergewöhnlich gut ab. In sämtlichen individuellen Spieler-Statistiken liegt Europa in Führung.

WSOP

Während des Final Tables des WSOP Mainevents im Jahr 2008 wurde von vielen Kommentatoren häufig über die „European Invasion“ der WSOP gesprochen. Von den offiziellen Statistiken der diesjährigen WSOP ausgehend, lässt sich diese Aussage für das traditionell von den Amerikanern dominierte Turnier, bestätigen.

Europe Invades The WSOPBei oberflächlicher Betrachtungsweise der offiziellen WSOP-Statistik könnte man meinen, dass die Amerikaner immer noch in jeder Hinsicht führend sind. Bei genauerer Betrachtung der Zahlen jedoch lassen sich Hinweise auf die viel zitierte „European Invasion“ finden. Untersucht man nämlich das Abschneiden der europäischen Spieler individuell, so übertreffen diese ihren amerikanischen Gegenspieler bei Weitem. Die kombinierte Bilanz, die auf der offiziellen WSOP-Website veröffentlicht ist, erzählt also nicht die ganze Geschichte.

Sieht man sich zuerst einmal den Durchschnittsgewinn pro Spieler an, so zeigt sich, dass Amerikaner im Schnitt $3.688,55 mitnehmen konnten. Dieser Betrag wird von den $51.973,29, die die 75 teilnehmenden Russen erzielten, aber klar in den Schatten gestellt. Die 49 Finnen gewannen im Schnitt $36.039,18, während es bei den 74 Schweden $17.141,82 waren. Aber auch Großbritannien ($8.311,22) und Deutschland ($10.432), mit ihren 432 bzw. 248 Teilnehmern, schnitten extrem gut ab.

Europa führt in allen Bereichen

Auch bei der absoluten Anzahl der Geldgewinne lässt sich dieses Muster beobachten. Fast zwei Drittel der russischen Spieler kamen bei ihren jeweiligen Turnieren ins Geld. Die Finnen hatten hier eine Rate von 47%, die Schweden immerhin noch 40,5%. Ein Drittel der deutschen Starter schaffte es ins Geld, während dies bei Briten 29,9% ihrer Spieler gelang.

Jeff LisandroItalien führt dagegen die Liste in der Kategorie „Gewonnene Bracelets pro Spieler“ mit einem Wert von 0,038 an. Allerdings wurden alle der drei Bracelets von Jeff Lisandro (Bild rechts) gewonnen, der aus Salerno in Süditalien stammt. Insgesamt gehen 12 Bracelets nach Europa. Ungarn, Schweden, Russland und Holland gewannen jeweils eins, Deutschland und Großbritannien konnten sich über je zwei freuen.

Zu guter Letzt beeindruckten die Europäer auch bei den erreichten Final Tables während der WSOP. Exemplarisch dafür war sicher das $50.000 H.O.R.S.E. Event. Seit dieses Event 2006 eingeführt wurde, schaffte es ein einziger Europäer (Thor Hansen im Jahr 2007) unter die letzten Acht und damit an den Final Table. Dieses Jahr jedoch gelang dies Erik Sagstrom, Vitaly Lunkin und Ville Wahlbeck, die auch noch die Plätze 3, 4 und 6 belegen konnten. Es bleibt aber abzuwarten, ob Europa die hervorragenden Leistungen auch durch einen Sieg des Mainevents fortsetzen kann.

Hier ein paar ausgewählte Statistiken der WSOP 2009:

WSOP 2009
Gesamtstatistiken
Land Spieler Gewinn/Spieler Cashes Bracelets
Russland 75 $51.973,29 65,3% 1
Finnland 49 $36.039,18 46,9% 1
Schweden 74 $17.141,82 40,5% 1
Italien 79 $13.787,97 27,8% 3
Deutschland 248 $10.432,00 33,5% 2
Großbritannien 432 $8.311,22 29,9% 2
USA 19.761 $3.688,55 20,4% 34

 

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