Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP Weekly #1: Talk about the WSOP Fight Club

Die erste Woche der WSOP 2010 ist vorbei, die ersten Schecks ausgestellt und Bracelets verteilt. Zeit für die erste Ausgabe unserer neuen wöchentlichen WSOP-Kolumne, die ab jetzt jeden Freitag hier erscheinen wird.

Mizrachi
Mizrachi präsentiert sein Bracelet
(Foto: wsop.com)

Die erste Woche der WSOP 2010 ist vorüber und mit dem 50.000$ Players Championship hat auch bereits das erste Turnier mit fünfstelligem Buy-In stattgefunden.

Der Final Table bot mit David Oppenheim, John Juanda, Daniel Alaei und dem Russen Vladimir Schmelev ein buntes Feld und als schöne Geschichte für die Klatschblätter des Pokerzirkus mussten sogar zwei Brüder gegeneinander in den Ring steigen.

Am Ende siegte Michael „The Grinder“ Mizrachi, während sein Bruder Robert als Fünfter die Segel streichen musste. Eliminiert durch seinen Bruder. Poker ist ein gnadenloser Sport.

The Grinder strich insgesamt gut 1,5 Millionen Dollar ein und hat jetzt Live Winnings von etwa 8,6 Millionen Dollar. Das sollte reichen, seinem Bruder einen schönen Trost zu kaufen. Wobei dessen 340.000$ für Platz fünf vermutlich auch für die gängigsten Wünsche ausreichen dürften. Und falls doch nicht, so sind die Herren Mizrachi grade auch noch in Event #10 (10.000$ Seven Card Stud Championship) unterwegs und Michael ist mit 190.000 Chips an Ende von Tag 1 der Chipleader, sein Bruder mit einem sehr gesunden Stack immerhin in den Top 20. Für Einladungen zu Festen der Familie Mizrachi stehe ich per Communitytool zur Verfügung.

Dwan und Hellmuth auf der Jagd nach dem Bracelet

Mit von der Partie beim Players Championship und dem Seven Card Championship war auch Tom „durrr“ Dwan, der es allerdings jeweils nicht sonderlich weit schaffte. Im Interview danach gab er auch recht unumwunden zu, eigentlich nur wenig Ahnung von den selteneren Pokervarianten zu haben.

Er hoffte, es irgendwie an den Final Table des Players Championship (wo nur NL Hold'em gespielt wird) zu schaffen und dann ein Bracelet zu gewinnen. Für manche wäre die Vorstellung, 50.000$ Buy-In für ein Turnier zu zahlen, wo man grade eben so die Regeln kennt, vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ab einem gewissen Limit sind eben selbst größere Anschaffungen nur noch 1-2 Stacks...

Hellmuth
Phil Hellmuth (links) bustete im Event #6 mit unbekannter Gelassenheit gegen RobbieV

Außerdem ist Tom Dwan wohl auch in die eine oder andere Sidebet involviert. "Der Gewinn eines Bracelets wäre der größte Zahltag meiner Karriere," erzählte er in einem Interview mit einem Grinsen und es ist davon auszugehen, dass er damit nicht die lumpigen 570.000$ meint, die es beispielsweise für den Sieg beim 1.500$ No Limit Event #8 gibt.

Bei diesem Event findet sich am Ende von Tag 2 auch ein bekannter Name wieder: Phil Hellmuth hat es unter die Top 5 des Chipcounts geschafft und hat somit realistische Chancen auf Bracelet Nummer Zwölf, was seinen Vorsprung in der Kategorie "Meiste Bracelets" weiter ausbauen würde.

Sein "Selbstvertrauen" eventuell auch. Wie sagte er einst so schön: "If it weren’t for luck, I’d win them all." Wir wünschen viel Erfolg.

Der WSOP Fight Club formiert sich

Andere Profis haben sich derweil für eine etwas komplexere Form der Sidebets entschieden. So wurde unter Führung von Howard "The Professor" Lederer der "WSOP Fight Club" ins Leben gerufen, bei dem Pros wie Daniel Negreanu, Eli Elezra oder Barry Greenstein jetzt Inhaber eines virtuellen Teams von Spielern sind.

Die Regeln sind recht einfach: Jeder Teamcaptain der elf Teams erhielt 200 virtuelle Dollar und dann wurden alle üblichen Verdächtigen mit Chance auf ein Bracelet zur Versteigerung feilgeboten.

25.000 Dollar musste von jedem Spieler als Buy-In für das „Fantasy Game“ aufgebracht werden und es gibt 200.000$ für den ersten Platz – bei dem Teilnehmerfeld offenbar eher ein Spiel zum Spaß als um das wirklich große Geld. Jedes Team musste acht Spieler enthalten und für die Performance der einzelnen Akteure gibt es je nach Erfolg eine gewisse Anzahl an Punkten für das Team.

Teuerster Einkauf war – oh Wunder – Phil Ivey, für den Andy Bloch 102$ bezahlte, also mehr als die Hälfte seines ganzen Budgets. Dahinter folgte Barry Greenstein, für den der dreimalige Bracelet-Gewinner Chau Giang immerhin 86$ bezahlte und Daniel Negreanu (80$).

Eher günstig dagegen Spieler wie Patrick Antonius (4$), Gus Hansen (2$) oder Betrand "Elky" Grospellier (10$). Alle weiteren Informationen zum "WSOP Fight Club" gibt es im Blog von Michael Craig unter dieser Adresse. Wie sähe euer Team aus? Welches der elf Teams hat die besten Chancen, die meisten Punkte zu machen?

Live Boeree
Liv Boeree machte keine Angaben
zu ihrem Spielstil

Team PokerStrategy.com weiter mit dabei

Von Team PokerStrategy.com ist leider kein Spieler dabei, aber es stehen ja bei der WSOP 2010 noch genug Turniere aus, bei denen unsere Spieler den grauen Eminenzen beweisen können, dass sie dort auch ihren Platz finden sollten.

Derzeit ist immerhin AdminNazgul gut auf Kurs im 1.500$ Pot Limit-Hold’em Event, wo er mit 29.300 Chips am Ende von Tag 1 in der Mitte des Feldes liegt und nur noch zwei Spieler überleben muss, um es Teamkollege AdminRobbieV gleichzutun und ein erstes WSOP 2010 Preisgeld einzustreichen.

Dabei konnte Tim bereits die EPT San Remo-Gewinnerin Liv Boeree aus dem Weg räumen, die Admin Nazguls Tisch zeitweilig optisch aufwertete. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll er sich auch auf arg zweideutige Weise nach ihrem Spielstil erkundigt haben, was an dieser Stelle nicht kommentiert werden soll. Details und Shopamentz dazu im Forum.

 

Für AdminRobbieV, AdminAllanon und Admin BongBob geht es heute Nacht weiter mit dem Event #11 (1.500$ NL Hold’em) wo sie erneut die Chance auf einen saftigen Scheck haben werden.

Ganz im Gegensatz zu der armen Seele, die in Event #3 (1.000$ NL Hold’em) den letzten Pot vor der Pause gewinnen konnte und dabei "zufällig" noch Chips eines Spielers eintüten wollte, der bereits zur Dinner Break verschwunden war. Ergebnis: Er wurde erwischt, von der Turnierleitung und drei stämmigen Herren in unauffälliger Abendgarderobe zur Tür geleitet und lebenslang von der WSOP ausgeschlossen. Clever gemacht.

Auf eine weitere unterhaltsame Woche WSOP!

 

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