Fakten:
- Staatsverschuldung liegt bei aktuell: 1.509.881.423.190€ (18.343€/ Bürger)
(Stand: 06. Juli 2008 16:11; Quelle: steuerzahler.de)
- Die Bundesregierung hat seit 1969 (Wirtschaftswunderjahre) keinen positiven Haushalt mehr vorgelegt.
(Quelle: staatsverschuldung.de)
- 2007 erstmals ein nahezu ausgeglichener Haushalt
(Quelle: http://www.zeit.de/news/artikel/2008/01/15/2456309.xml )
Meine politisches Deutschlandbild:
Der Krieg wurde verloren und Deutschland aufgebaut. Der Geldsegen in den 'Wirtschaftswunderjahren' wurde von den Regierungen großzügig in den Sozialstaat investiert. Nachdem die deutsche Wirtschaft keine großen Sprünge mehr machte, war der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar. Dennoch traute sich keine Regierung die Sozialausgaben zu kürzen, da dies logischerweise die Wähler verschreckt hätte.
Die Gesellschaft hat sich damit abgefunden. Steuererhöhungen werden nicht akzeptiert. Die Sozialausgaben sollten eher noch erhöht werden um die soziale Gerechtigkeit wieder herzustellen.
Wie denkt ihr darüber?
Meine Einstellung:
Mich widert diese Doppelmoral in meinem Umfeld wie auch in der Politik an. Für diese 'Nach mir die Sintflut'-Einstellung werden sich die nachfolgenden Generationen vermutlich noch Bedanken.
Ich fand die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes gut (nicht die fairste, aber effektivste Art), um den Teufelskreislauf entgegen zu wirken.
Ich verstehe nicht wie unsere Zeitungslandschaft nach jeder 'Der Staat nimmt mehr ein'-Meldung ihre Artikel über nun mögliche Beitragssenkungen bringen.
Ich hoffe der Staat wird in Zukunft noch weitere Schritte gehen und Sozialleistungen kürzen bzw. Beiträge erhöhen. Auch dann würde es uns vermutlich noch ziemlich gut gehen im Vergleich zu anderen Wohlstandsnationen gehen.
Ich denke unsere Generation lebt gut über ihren Verhältnissen und finde es ziemlich asozial was wir somit unseren Kindern antun.
Vielleicht noch zu mir: 21, m, ledig, parteienlos
Gibt es Gleichgesinnte? Übertreibe ich maßlos? Vielleicht Politik-Studenten hier, die meinen Thesen widersprechen?