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[Geschlossen] Weaker Fold mit Top Two am Turn

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246 Ansichten
Analyst
Joined: 23.07.2006

Full Tilt Poker $2/$4 No Limit Hold'em $0.75 Ante - 5 players

BTN: $2103.75
SB: $400.00
BB: $2224.10
Hero (UTG): $529.05
CO: $737.15

Pre Flop: ($9.75) Hero is UTG with A :spade: K :diamond:
Hero raises to $16, 1 fold, BTN calls $16, 2 folds

Flop: ($41.75) Q :diamond: 8 :spade: A :club: (2 players)
Hero bets $24, BTN calls $24

Turn: ($89.75) K :club: (2 players)
Hero bets $64, BTN raises to $180, Hero ?

Der Button ist ein solider TAG, der nicht zu verrückten Moves neigt. Stats 23/17/3.3. Hier waren wir sogar etwas deep, was einige Spieler dazu verleiten kann, mehr zu bluffraisen, in seinem Fall aber nicht notwendigerweise. Meine Hand sieht zwar stark aus, schlägt aber im Grunde keine Hand, die er so spielen könnte. Mit AQ und KQ muss er sich fragen, welche schlechtere Hand ihn bei der Line auszahlt. Mit AJ werde ich es da wohl kaum reinstellen. Gegen 88, KK und vor allem JT (Double-Gutter am Flop) bin ich hinten. Findet ihr den Fold trotzdem zu weak, weil Top Two und man kann ja nicht alles folden etc.?


10 replies
Faldos
Joined: 13.03.2007

finde einen fold okay gegen diesen Gegner. er hat halt da einfach immer 88/JT oder QQ. grade wenn er eher solide ist, wird er auf dem Board kaum bluffen


Panny1
Joined: 03.02.2006

Den Fold kann ich nur bringen, wenn ich weiß, dass Villain hier NIE Semibluffen kann oder schlechteres for Value raist. Man wird halt unglaublich exploitable - wenn du dir allerdings wirklich sicher bist, dass Villain hier nie mit was schlechterem auftaucht find ichs ok - da spricht die Nit aus mir.


Sturmination
Joined: 27.05.2007

Jo, fold ist denke ich gut in der situation.

Die Hand ist halt relativ zum board sehr stark, aber seine line macht mit nix schwächerem wirklich sinn und wäre auch ein komischer bluffspot.


Analyst
Joined: 23.07.2006

Original von Panny1
Man wird halt unglaublich exploitable

Wenn der Gegner mitkriegt, dass ich so etwas folde, ja, aber das Argument fand ich schon immer zweifelhaft. Um Exploitation sollte man sich meiner Meinung nach erst kümmern, wenn es so weit ist, dass man exploitet wird. Aber präventiv einen -EV-Call machen, um in der Zukunft nicht exploitet zu werden, käme für mich nicht in Frage, genauso wenig wie aus Balancing-Gründen oder for Information.


Es geht ja auch nur darum dass du in der Theorie exploitable wirst und mehr wollte er damit nicht sagen.
Genausowenig wie du sagen kannst dass es ein -ev call ist weil du überhaupt nicht weißt was er da raisen kann; genauso wenig wie er weiß was du foldest...


Panny1
Joined: 03.02.2006

Jo - natürlich wissen deine Gegner nicht, was du foldest (irgendwann fällt ihnen vllt auf, dass du ziemlich nitty auf Turnraises reagierst, aber das lassen wir mal außen vor), aber womit B/C du hier denn dann überhaupt noch? Bzw. wo wäre denn die Grenze - 88 unterscheidet sich hier nicht so sehr von AK z.B.


Spectra1
Joined: 26.05.2006

Original von Panny1
Jo - natürlich wissen deine Gegner nicht, was du foldest (irgendwann fällt ihnen vllt auf, dass du ziemlich nitty auf Turnraises reagierst, aber das lassen wir mal außen vor), aber womit B/C du hier denn dann überhaupt noch? Bzw. wo wäre denn die Grenze - 88 unterscheidet sich hier nicht so sehr von AK z.B.

*gg*.. naja fast nicht nur 2,5 mal soviel outs.. ;)


Analyst
Joined: 23.07.2006

Ganz recht, die Equity von Bottom Set ist natürlich besser als die von Top Two Pair. Es schlägt zwar nur ein paar Handkombinationen mehr, hat aber deutlich mehr Outs.

Aber du hast schon recht mit dem, was du sagen willst: Meine Bet/Calling-Range ist natürlich ziemlich klein im Verhältnis zu der Range, die ich am Turn bette, und wenn man das weiß, kann man mich mit Turn-Raises ziemlich einfach aus dem Pot drängen.

Nur muss der Gegner ja erstens diese Information gewinnen; das fällt ihm schließlich nicht vor die Füße. Ohne meine Karten zu kennen, muss er, wie du bereits erwähnt hast, meine Bet/Fold-Frequenz beobachten und feststellen, dass diese zu hoch ist. Das kann er nur, indem er mich häufig raist und auch bei den Pötten aufpasst, an denen er nicht beteiligt ist. Und wenn er diese Information gewonnen hat, muss er sie darüber hinaus noch umsetzen, indem er mich noch häufiger am Turn raist. Das ist unterm Strich schon eine ganze Menge, was wir unserem Midstakes-Regular da zutrauen. Aber gut, auf diesem Limit wird es wohl schon Spieler geben, die gut und aufmerksam genug sind, um sich solche Reads zu bilden, mutig genug, sie zu nutzen, und die häufig genug mit einem spielen, dass sich eine solche History auch entwickelt (das geht ja nicht in ein, zwei Sessions).

Nur stellt sich selbst dann, also nachdem wir all dies bejaht haben, die Frage, ob man dieses Problem versuchen sollte zu beheben, indem man "unexploitable Ranges" festlegt, also beispielsweise sagt: "Wenn ich hier den Turn mit soundsoviel Handkombinationen bette, kann ich es mir, um nicht profitabel gebluffraist zu werden, nur leisten, soundsoviel Prozent zu bet/folden, also muss ich die oberen xy% meiner Range bet/callen, um nicht exploitable zu sein." Oder ob es nicht besser ist, erst zu reagieren, wenn es so weit ist, dass man meint, von einem spezifischen Spieler, der die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, exploitet zu werden. Denn genauso wie der Gegner meine hohe Bet/Fold-Frequenz am Turn feststellen und dies entsprechend exploiten kann, kann ich seine darauf folgend gesteigerte Bluffraising-Frequenz am Turn feststellen und mich entsprechend anpassen, indem ich Hände wie Top Two Pair in dem Spot eben nicht mehr bet/folde, sondern bet/calle.


nice Post btw :)


Spectra1
Joined: 26.05.2006

analyst _cool:.. guter nick :tongue: