Original von HamburgmeinePerle
jo, die meisten guten Tipps wurden ja schon gegeben.
@OP:
mich würde mal deine Openraisingrangeaus dem SB gegen nen TAG im BB wie du ihn beschrieben hast (also ohne zu wissen, dass er loose 3-bets macht) aussieht? Also die Range, die du geopenraist hast, BEVOR du bemerkt hast, dass er sehr loose 3-bettet.
Kobeyard hat in nem Vid mal gesagt, dass er auf 1/3-Struktur im SB ultratight spielt, weil es einfach fast nichts kostet zu folden und man nicht OOP spielen muss. Daher kannst du da ohnehin tighter werden mit deiner Range, je nachdem was du für eine Openraisingrange hast. Raist du nach Chart?
Nur interessehalber: Wie ist denn sein Nick? Keine Angst, ich bins nicht, würde mich nur interessieren, gegen wen man da adaptn muss, falls du essagen willst!?
Mein openraisingrange aus dem SB sieht ungefähr so aus (atm 5/T):
33+; A2s+; A2o+; K2s+; K2o+; Q2s+; Q3o; J2s+; J6o+; T5s+; T6o+; 96s+; 97o+; 85s+; 86o+; 56s+
Auf 3/6 war ich geringfügig (wahrscheinlich zu wenig, aber ich versuche so viele Spots wie möglich zu finden, auch wenn sie marginal sind) tighter. Da habe ich mich z.B Q5o+ erst gestealt, also viele Hände mit schlechter playability habe ich aus meiner range herausgenommen.
Damals ist es mir gegen Stronghawk aufgefallen, was mich mittlerweile ziemlich verwundert, weil er im Dezember eine reine Rakemaschine war und diese sind meistens passiv. Wenigstens findet er oft einen Fold, was einem doch Freiraum für ein paar moves lässt :P. (aber Vorsicht! Preflop ist er sehr tight, postflop ist er dafür oft überaggro am abspasten)
Ich sehe die lighten 3bets gegen SB-openraises mittlerweile auch auf 5/T ziemlich oft. Insbesondere gegen Massgrinder sehr effektiv (aus meiner Erfahrung heraus). Wenn man selber light 3bettet sollte man wirklich die Spots genau selectieren und ihn auf keinen Fall als default benutzen (bei manchen scheint es aber so zu sein)
Anyone hier, der selber auch oft light 3bettet?
Was sind hier für euch wichtige Kriterien? (Foldequity ist obv, ich richte mich oft am Fold to flop-c-bet- Wert; ausserdem mache ich solche moves fast nie gegen unknown, da man imo das postflop-spiel von Villain wenigstens ansatzweise verstehen muss)
Eigentlich bin ich auch kein Freund vom Turn-Value-Check, aber in solchen Spots sehe ich sie als gute line, wenn sie gebalanced ist. Da die eigene 3-bet-range relativ groß ist, induziert man übermäßig häufig einen Bluff am River, da es in in Villains Augen einige Kombos gibt, die er aus der Hand pressen kann und der Check am Turn nicht zwangsläufig A-high sein muss, sondern auch nur ein abgebrochener Bluffversuch.
Ist der Gedankengang soweit richtig? Ist das auch anwendbar?
Weiterer Vorteil:
Es ist Gold für sein Image, auch wenn man ausserhalb der Blinds spielt und streng nach ORC 3bettet, wird man recht loose downgecallt.
Wie sehen eure Erfahrungen aus?