PokerStrategy – Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • "Dealen" im Poker bezeichnet den Vorgang, Karten an Spieler auszuteilen und kann auch die Aushandlung von Absprachen in Turnieren beschreiben.
  • Der Dealer Button rotiert im Uhrzeigersinn und bestimmt die Position der Spieler sowie die Setzreihenfolge.
  • Es gibt viele Arten von Deals in Pokerturnieren, darunter Chipcount- und ICM-basierte Deals.
  • Korrektes Austeilen folgt festen Regeln für Mischen, Abheben und die Reihenfolge der Kartenvergabe.
  • Sowohl online als auch live werden verschiedene Methoden genutzt, um festzulegen, wer im Poker austeilt.

Was ist "Dealen" im Poker?

Das "Deaen"l im Poker ist das Austeilen von Karten an die Spieler zu Beginn und während einer Hand. In allen Formen von Poker ist dies ein grundlegender Mechanismus, der das Spiel einleitet und die Reihenfolge der Aktionen bestimmt.

Die Bedeutung von „Poker Deal“ kann auch über das Austeilen hinausgehen. In Turnieren beschreibt es oft eine Vereinbarung der verbleibenden Spieler zur Verteilung des verbleibenden Preisgeldes, meist am Finaltisch.

Wichtig ist dabei der Kontext. In einer Pokerrunde mit Freunden bedeutet „Dealer“ meist, dass ein bestimmter Spieler mit Austeilen an der Reihe ist. Im Casino übernimmt das ein professioneller Dealer, der meistens ein Angestellter des Casinos ist.

In Turnieren oder Online Spielen kann „Dealen“ sowohl das Austeilen der Karten als auch Absprachen über die Verteilung des übrigen Preisgeldes meinen.

Daher sollte ein Poker Deal immer im Voraus erklärt werden.

Der Dealer Button

Ein Dealer Button ist eine runde Scheibe, die anzeigt, welcher Spieler nominell Dealer für die aktuelle Hand ist. Auch wenn die Karten in Casinos oder Turnieren von professionellen Dealern ausgeteilt werden, wandert der Button im Uhrzeigersinn um den Tisch. Er simuliert damit die Atmosphäre eines Homegames und bestimmt die Reihenfolge der Aktionen der Spieler.

Der Button wandert nach jeder Hand eine Position im Uhrzeigersinn weiter.

Das beeinflusst:

  • Die Blinds: Die Spieler links vom Button zahlen den Small Blind und den Big Blind.
  • Die Setzreihenfolge: Der Spieler links vom Big Blind ist preflop als Erster am Zug. In den folgenden Setzrunden ist der Spieler am nächsten zum Button der Letzte, der agieren muss.

Die Bewegung des Buttons sorgt für Fairness, da die Positionen gleichmäßig rotieren.

Wer teilt im Poker aus?

In Live Spielen teilt fast immer ein Angestellter des Casinos oder Cardrooms aus. Es gibt jedoch Ausnahmen, besonders im Online Poker.

Casino Pokerspiele

In Casinos teilen professionelle Dealer die Karten aus. Sie folgen festen vorgeschriebenen Abläufen: Kartenvergabe, Burn Karten, Verwaltung des Pots und korrektes Mischen. Sie wissen genau, wie eine Hand im Poker ausgeteilt werden muss.

Der Dealer selbst spielt natürlich nicht mit. Stattdessen rotiert der Button um den Tisch und bestimmt Position, Blinds und Setzreihenfolge.

Homegames

Bei Homegames wechseln sich die Spieler meist mit dem Austeilen der Karten ab. Der Dealer Button zeigt an, wer gerade die Karten gibt. Die Reihenfolge folgt auch hier der Rotation des Dealer Buttons.

Online Poker

Online Pokerräume nutzen Zufallszahlengeneratoren (RNG), um Karten zu verteilen. Es gibt keinen menschlichen Dealer, aber die Software hält sich strikt an die Regeln des Pokers. Der Button rotiert weiterhin, um die Positionen fair und korrekt zuzuweisen.

Turniere

In Live- und Online-Turnieren übernehmen professionelle Dealer oder automatische Systeme die Verteilung der Karten. Ein Deal im Poker beschreibt hier sowohl das Austeilen als auch mögliche Absprachen zur Aufteilung des Preisgelds.

Arten von Deals im Poker

Im Turnierpoker, vor allem am Finaltisch, können Spieler einen Deal zur Aufteilung des Preisgeldes treffen. Es gibt einige verschiedene Methoden:

  • Chipcount Methode: Der Preispool wird nach Chip Anteil verteilt. Hat ein Spieler 40% der Chips, erhält er 40% des verbleibenden Preisgeldes.
  • ICM Methode: Das Independent Chip Model weist Chipstapeln Geldwerte zu, abhängig von den Gewinnchancen und das Erreichen der verschiedenen Positionen. Diese Methode ist genauer und wird meist bei teureren Turnieren genutzt.
  • Post Deal Methode: Spieler einigen sich auf einen Auszahlung und spielen das verbleibende Preisgeld weiter aus. Beispiel: 90% nach ICM teilen, 10% weiterspielen.
  • Sitz + Chipcount Methode: Neben den Chips wird auch die Sitzposition berücksichtigt. Diese Variante ist selten, kommt aber bei High-Stakes-Privatturnieren vor.

Wie teilt man Karten im Poker aus?

Zum Verständnis eines Deals gehört auch das Wissen, wie Karten korrekt ausgeteilt werden. Das folgt festen Regeln des jeweiligen Pokerspiels.

Mischen

Vor jeder Hand muss das Deck gründlich gemischt werden. Professionelle Dealer nutzen manuelle Mischmaschienen, Riffle- und Strip-Methoden. In Casinos kommen oft automatische Mischmaschienen zum Einsatz.

Abheben

Das Abheben ist optional, aber üblich. Ein Spieler rechts vom Dealer darf das Deck in zwei Teile teilen und die Reihenfolge vertauschen.

Reihenfolge beim Austeilen

Die Karten werden im Uhrzeigersinn verteilt, immer beginnend links vom Button.

Je nach Variante im Poker:

  • In Texas Hold'em erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten.
  • In Omaha vier Karten.
  • In Seven Card Stud Karten einzeln, teils offen, teils verdeckt.

Burnkarten im Poker

Vor jeder Gemeinschaftskarte wird die oberste Karte verdeckt abgelegt. Das verhindert Betrug und das Spieler eine Karten sehen können. In Texas Hold'em wird jeweils vor Flop, Turn und River eine Karte "gebrannt".

Austeilen bei Texas Hold'em

Ablauf in Texas Hold'em:

  • Jeder Spieler erhält zwei verdeckte Karten.
  • Nach der Setzrunde eine Karte "brennen".
  • Den Flop aufdecken (drei Gemeinschaftskarten).
  • Noch eine Karte brennen.
  • Den Turn aufdecken (vierte Karte).
  • Eine weitere Karte wird "gebrannt".
  • Den River aufdecken (fünfte Karte).

Dieser Ablauf ist der Standard und sorgt überall für gleiche Bedingungen.

Regeln und Etikette beim Austeilen

Gutes Dealen folgt festen Abläufen, die Fairness und Tempo sichern:

  • Immer gründlich mischen.
  • Immer im Uhrzeigersinn austeilen.
  • Karten einzeln geben, nie paarweise.
  • Hole Cards immer verdeckt und sicher geben.
  • Community Cards deutlich ansagen.
  • Vor Gemeinschaftskarten immer die oberste Karte brennen (Community Cards).
  • Den Pot in der Mitte halten und Chips sorgfältig verwalten.

"Deals" im Turnier (Alternative Bedeutung)

Neben dem Kartengeben kann ein „Deal“ in Turnieren eine Vereinbarung der Spieler, den Preispool aufzuteilen, gemeint sein.

Solche Absprachen geschehen oft:

  • Am Finaltisch.
  • Im Heads-up.
  • Bei großen Sprüngen in Sachen Preisgeld

Arten von Deals in Turnieren

Spieler nutzen ICM oder Chipcount, um faire Aufteilungen zu verhandeln. Manchmal vermittelt ein Turnierleiter. Online erzeugt die Software automatisch Vorschläge, die alle Spieler annehmen müssen oder ablehnen.

Online Zustimmung

Alle großen Pokerräume verlangen die Zustimmung aller Spieler am Tisch für einen Deal. Manche erlauben, dass ein Teil des Preisgelds zurückgehalten wird, um weiterzuspielen.

Diese Form von „Deal“ unterscheidet sich vom Auszeoöemn der Karten, ist aber im Turnierpoker ebenso wichtig.

Wer versteht, was ein Deal im Poker ist, wie man Karten korrekt gibt und Texas Hold'em austeilt, kann sicher an Homegames, Online Spielen oder Turnieren teilnehmen.

Zudem hilft das Wissen um Deals in Turnieren, auch in der späten Turnierphase, um sich souverän in Amateur- wie Profi-Poker zu bewegen.

Häufige Fragen

Wie teilt man im Poker aus?

Das Deck gründlich mischen, optional abheben lassen und im Uhrzeigersinn austeilen. Vor Gemeinschaftskarten immer eine Karte brennen. Die genauen Abläufe hängen vom Spiel ab.

Wer teilt die Karten aus?

In Casinos und Turnieren übernehmen professionelle Dealer. Bei Homegames wechseln sich die Spieler ab. Im Online Poker verteilt die Software die Karten mithilfe von RNGs.

Brennt man Karten in Texas Hold'em?

Ja. Vor Flop, Turn und River wird jeweils eine Karte "gebrannt", um Manipulation zu verhindern.

Wird in allen Pokervarianten gleich gegeben?

Nein. Jede Variante hat eigene Regeln. Texas Hold'em nutzt Hole Cards und Gemeinschaftskarten, Stud-Varianten offene und verdeckte Karten. Aber im Uhrzeigersinn und mit Burn-Karten wird fast immer gespielt.