Schöne Bescherung am Turn
In einem Multiway-Pot beschert uns der Weihnachtsmann ein Set. Eigentlich läuft alles, wie man es sich nur wünschen kann. Doch dann drehen unsere beiden Gegner auf...
Bei der Weihnachtsausgabe unserer wöchentlichen Handanalyse hoffen wir zusammen mit Hero auf reichlich Geschenke auf NL50. Los ging das Spektakel mit einem Openraise von Hero mit Pocket Achtern und zwei Callern...
Hero trifft den Flop nahezu perfekt, fast schon zu perfekt. Nach der Donkbet vom Big Blind versucht er bewusst den Button mit einem Call ebenfalls in der Hand zu halten. Beide scheinen etwas getroffen zu haben, mit dem sie uns auszahlen könnten...
Die Queen am Turn wirkt eigentlich nicht sonderlich bedrohlich, da es preflop keinerlei 3-Bets von unseren Gegnern gab. Dann geht alles jedoch ganz schnell: Nachdem Hero die zweite Bet vom Big Blind dieses Mal direkt raist, folgen zwei All-ins und wir sind mehr als überrumpelt.
Wie ihr euch sicherlich denken könnt, liegt es nun an euch die Hand entweder wie gespielt zu einem versöhnlichen Ende zu bringen oder an Flop oder Turn anders zu spielen. Dazu bieten wir euch dieses Mal insgesamt vier Auswahlmöglichkeiten:
Wie gespielt bleibt offensichtlich nur ein Fold oder Call. Die Entscheidung hängt in diesem Fall natürlich davon ab, auf welche Range ihr die beiden Gegner nach solch einer Action setzt und wie eure Equity dagegen ausfällt.
Alternativ könnte man auch den Turn anders angehen und wie im Falle des Flops eher passiv spielen, um so günstig wie möglich zum River zu kommen. Aber macht das bei einem Set tatsächlich Sinn?
Zu guter Letzt bleibt dann noch eine alternative Line am Flop: Hätten wir vielleicht schon dort mehr Value extrahieren und die Donkbet direkt raisen sollen?

Umfrageergebnis zur letzten Analyse
Beim letzten Mal haben wir versucht Value auf einem kniffligen Board zu finden und 400 PokerStrategen haben ihren Tipp zum besten Play abgegeben. Es gab nur zwei Optionen und die meisten von euch haben sich für die von Hero gewählte Line entschieden, das heißt, die kleine Riverbet nur zu callen und keine Bet am Turn zu spielen. An sich eine vertretbare Wahl, das Turnplay hätte man jedoch noch verbessern können.
Dort war nämlich noch einiges an Value zu holen. Gegen die weite loose-passive Range des Gegners ist genug möglich und unsere Hand ist gut genug, um auch auf zwei Streets zu betten. Das Ganze ist relativ simpel zu spielen, denn sobald Villain anfängt unsere Bets mit einem Raise zu beantworten, wissen wir, dass wir höchstwahrscheinlich behind sind. Anschließend dürfte der Folg einfach fallen in dem Wissen, dass wir alles versucht haben. Und wenn der River am Ende eine Blank hervorbringt, könnten wir sogar dort noch Bet/Fold spielen.
Tatsächlich hatte Hero am Ende die große Riverbet von Hero nach seinem Check noch gecallt und musste feststellen, dass die letzte Karte Villain mit JT ein Full House beschert hatte. Welch ein schönes Geschenk...


