Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Poker-Grundlagen: Warum betten wir?

Für unsere Neulinge und alle, die die Basics noch einmal auffrischen wollen, eine Erinnerung daran, dass man immer wissen sollte, warum genau man eigentlich setzt.

Beim Poker hat man fast durchweg die Möglichkeit zu betten. Mit einer Bet verfolgt man stets das Ziel, Geld zu gewinnen. Das kann auf drei Arten geschehen:

  • Die Valuebet: Man bettet, um von schlechteren Händen ausbezahlt zu werden.
  • Der Bluff: Man bettet, um bessere Hände zum Folden zu bringen.
  • Deadmoney kassieren: Man bettet, um den Gegner eine schlechtere Hand mit Outs folden zu lassen.

Die Valuebet

Eine Valuebet ist eine Bet, bei der man mit der besseren Hand setzt und von einer schlechteren Hand gecallt wird.

Um eine Valuebet zu spielen, sind also zwei Dinge notwendig: Der Gegner hat eine schlechtere Hand und ist bereit, den Einsatz mitzugehen.

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Schlechtere Hände zum Callen bringen

Wir stehen am Flop und halten Top-Pair. Wir gehen von vielen Assen in der Range des Gegners aus und wissen, dass Hände wie AQ, AJ oder AT kaum aufgeben werden. Diese Hände dominieren wir mit AK. Also setzen wir eine Valuebet, damit diese schlechteren Hände uns ausbezahlen.

Setzt man hingegen K5o gegen JTo auf einem unsuited K43-Flop ist das keine Valuebet, da die schlechtere Hand nicht callen dürfte und es unwahrscheinlich ist, dass wir von ihr in irgendeiner Form ausbezahlt werden.

Der Bluff

Bei einem Bluff bettet man mit der schwächeren Hand, um eine bessere Hand zum Folden zu bringen.

Setzen wir A3 auf einem unsuited 774-Flop und der Gegner foldet KT, war das keine Bluffbet, denn der Gegner hat keine bessere Hand gefoldet.

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Bessere Hände zum Folden bringen

Ein gutes Beispiel für eine Bluffbet ist ein Flop mit einer hohen Karte, sei es ein Ass oder ein König, wobei der Gegner preflop unsere Erhöhung lediglich gecallt hat. Wir geben dem Gegner also viele kleine Pocketpairs und gehen davon aus, dass er die meisten davon auf dem Board ablegen muss. Wir selbst halten zwar nichts, können aber annehmen, häufig bessere Hände zum Aufgeben zu bringen. Also ist ein Bluff möglich.

Deadmoney kassieren

Beim Einsammeln von Deadmoney setzt man schlichtweg, um den Pot zu gewinnen. Zudem will man erreichen, dass der Gegner seine Outs foldet.

Als Deadmoney wird das Geld bezeichnet, das sich bereits im Pot befindet. Das sind zu Beginn jeder Hand die Blinds und eventuelle Antes. Im Verlauf einer Hand kann weiteres Geld hinzukommen, möglicherweise durch Mitgehen der Mitspieler (Limps) oder Erhöhungen (Raises, 3-Bets).

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Man sammelt einen Pot ein und vermeidet, ausgedrawt zu werden

Betrachten wir den obigen Ace-High-Flop, nachdem wir preflop erhöht haben. Neben den Blinds liegt auch das Geld unserer Erhöhung und des gegnerischen Calls im Pot. Zusammengenommen ist all das Deadmoney.

Wir halten 55. An eine Valuebet ist nicht wirklich zu denken, an einen Bluff aber auch nicht. Theoretisch wäre beides möglich, denn der Gegner kann eventuelle Draws weiterspielen, die schlechter sind als 55, er kann aber auch bessere Hände wie 66 oder 77 aufgeben.

Beides sind jedoch keine primären Ziele in dem Spot. Wenn wir betten und der Gegner foldet, haben wir den Pot und damit das Deadmoney kassiert. Der Gegner hatte mit 76s zwar eine schlechtere Hand, hatte jedoch nach wie vor auch sechs Outs. Durch eine Bet gestatten wir ihm also nicht, möglicherweise umsonst am Turn eins dieser Outs zu treffen. Somit zwingen wir den Gegner, seine Outs gegen uns aufzugeben.

Wer mehr über die Grundlagen beim Betten erfahren will, kann diesen Artikel lesen oder das nachfolgende Video schauen:

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