Unibet: Keine Cashgames & SNGs für deutsche Spieler
Die ersten Auswirkungen der geplanten Besteuerung von 5,3% auf sämtliche Online-Pokereinsätze in Deutschland sind mittlerweile zu Tage getreten.
Unibet
Die vom Bundesrat durchgewunkene, höchst umstrittene Besteuerung von Einsätzen beim Online-Poker in Höhe von 5,3% hat ihr erstes Opfer zu verantworten.
Die deutlich zu aggressive Höhe der geplanten Steuer hat dazu geführt, dass Unibet sein Cashgame- und SNG-Angebot für deutsche Spieler einstellen wird, sollte die Steuer tatsächlich in Kraft treten. Zudem wird das vollständige Prämiensystem für Spieler aus Deutschland deaktiviert. Das ließ man seitens Unibet zu Wochenbeginn in unserem Forum verlauten.
HexaPro und Turniere sollen aufgrund der skurrilen Strukturierung der geplanten Steuer hingegen weiterhin deutschen Spielern zur Verfügung stehen, Unibet behält sich jedoch auch in diesem Fall Änderungen vor, da auch hier die Steuer abgeführt werden soll. Wer als deutscher Profispieler einen Umzug ins Ausland vorsieht, muss in solch einem Fall ein neues Unibet-Konto eröffnen, sämtliches Guthaben, Tickets, Bonuspunkte und Boni bleiben jedoch erhalten und werden auf das neue Konto bei Unibet transferiert.
Was passiert am Stichtag?
Für alle deutschen Spieler bei Unibet gilt derweil zum Stichtag am 1. Juli, an dem die Steuer in Kraft treten soll: Ungenutzte SNG-Tickets werden in Bonuspunkte übertragen. Ungenutzte Cashgame-Tickets werden als Guthaben gutgeschrieben, wenn 50% der Flop-Anforderungen erfüllt sind. Aktive und ausstehende Boni werden in Bonuspunkte übertragen, in Abhängigkeit der Bonusanforderungen, wenn die primäre Variante des Spielers Cashgames oder SNGs waren.
Sämtliche Maßnahmen sind unter Vorbehalt seitens Unibet frühzeitig kommuniziert worden, damit sich Spieler rechtzeitig darauf einstellen können. Der Gesetzesentwurf für die Besteuerung liegt aktuell zur Lesung im Bundestag und muss noch von der Regierung bestätigt werden. Europarechtlich gibt es massive Bedenken hinsichtlich der Fairness der Besteuerung im Vergleich zum hierzulande stationären Glücksspielangebot in Spielhallen und Casinos.