Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Ali Imsirovic & Jake Schindler wohl von EPT gesperrt

Eine 'Schwarze Liste' scheint bereits Realität zu werden, nachdem zwei Spieler, denen Betrug vorgeworfen wird, bei der European Poker Tour in Monte Carlo nicht antreten durften.

Nach den Schlagzeilen der letzten Wochen, was mögliche Betrugsvorfälle beim Poker angeht, wurden die Rufe nach einer globalen Liste mit gesperrten Spielern laut. Einen ersten Schritt in diese Richtung scheint es nun bei der EPT gegeben zu haben, wo Gerüchte die Runde machen, dass Ali Imsirovic und Jake Schindler gesperrt wurden.

So haben die beiden zwar noch das €100.000 Super High Roller in Monte Carlo gespielt, dann gab es von einer Reihe verlässlicher Quellen jedoch die Nachricht, dass man sie beim €50.000 High Roller nicht mehr antreten ließ. Die Gerüchte wurden unter anderem von Matt Berkey, Landon Tice und Daniel Negreanu bestätigt.

Fedor Kruse, der im Mittelpunkt des RTA-Skandals 2020 stand, soll ebenfalls von der EPT abgewiesen worden sein. Vergangenen Monat hatte Alex Foxen Imsirovic Betrug vorgeworfen und viele bekannte Spieler haben seitdem die Vorwürfe bekräftigt und zwischenzeitlich auch Jake Schindler beschuldigt.

Kurios bleibt natürlich aber, dass beide Spieler zunächst das €100.000 Super High Roller bei der EPT Monte Carlo spielen konnten, bevor sie offenbar gesperrt wurden. Vermutlich gab es Druck vonseiten der High-Roller-Community, Imsirovic und Schindler bei keinen weiteren Turnieren mehr antreten zu lassen. PokerStars, Betreiber der EPT, darf nicht öffentlich machen, ob ein Spieler in den Partien des Anbieters betrogen hat und gesperrt wurde, eine offizielle Stellungnahme dürften also nicht bekannt gemacht werden.

Mittlerweile machen zudem Gerüchte die Runde, dass man auch bei der Triton Poker Tour Imsirovic und Schindler nicht mehr antreten lassen will.

Ein weiterer Spieler, dessen Name hin und wieder auftauchte, als die ursprünglichen Betrugsvorwürfe die Runde machten, ist Chris Brewer. Laut eigenem Bekunden wurde er zwischenzeitlich bei GGPoker für die Nutzung von Preflop-Charts gesperrt. RTA will er derweil nicht genutzt haben und hat sich entsprechend bereit erklärt, dass ein unvoreingenommener Experte seine Handverläufe begutachtet, um zu beweisen, dass er nicht auf Real Time Assistance zurückgegriffen hat.