Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Bluffen wie ein Boss auf NL10.000?

Wir sind zurück mit einer spannenden Hand von den Highstakes und einem Bekannten am Tisch. Dabei erwarten uns einige Optionen am River.

high stakes poker

Es ist Highstakeszeit! Heute haben wir interessanterweise einmal einen entfernten Bekannten von unserem Coach IronPumper am Tisch sitzen.

Azn1nvas1on ist natürlich ein guter Spieler und, so weit wir das gehört haben, auch ein sehr sympathischer Mensch. Der eventuelle Hobbyspieler am Tisch könnte dieses Mal BShabaz sein, zumindest ist über ihn nichts bekannt.

probirs und Show0fForce sind ebenfalls gute Spieler. Show0Force ist unser Hero, hat einen Blog auf 2+2 und lebt, genau wie MMAsherdog, in Malta. Zeitweise haben sie sich sogar für eine WG zusammengetan.

Auf in die Action!

3BB für ein Openraise erscheinen heutzutage, vor allem auf den Highstakes, meistens schon recht groß. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass wir in dieser Session an einem Tisch mit Ante sitzen:

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Und so sieht die Action dieses Mal aus

Das Lowboard am Flop hilft eher der Range des Preflopaggressor aus MP, da dieser z.B. häufiger 89s und Sets in der Range hat. Hero wird im BB anteilig 89s und seine kleinen Pocket Pairs 3-betten. Das größere Problem stellen allerdings die Overpairs dar, die wir wirklich nur selten in der Callingrange haben.

Dennoch ist der Check/Call gegen solch eine kleine Bet mit zwei Overcards und einem Backdoor Straight Draw richtig.

Kein vielversprechender Turn

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Auch die muss man checken. Die Karte verbessert unsere Hand in keinster Weise und der Gegner hat natürlich auch viele Qx-Kombinationen in seiner Flopbettingrange.

Interessanterweise checkt probirs an dieser Stelle ebenfalls, wodurch der Pot sehr klein bleibt.

Der River bietet einige Möglichkeiten

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Eine bisher unspektakuläre Hand neigt sich dem Ende zu. Wir haben nichts getroffen und könnten nun einfach Check/Fold spielen, aber ist das die richtige Option?

Man könnte den Check des Preflopaggressors am Turn als schwäche interpretieren und versuchen ihn rauszubluffen. Schließlich betten wir auch unsere guten Hände und Monster am River. Die Frage ist nur, wie groß man betten möchte?

Die Callingrange von MP wird sich wahrscheinlich auf ein paar wenige stärkere Hände beschränken. Diese sollten aber auch bereit sein, eine große Bet zu callen und diese würden wir auch setzen, wenn wir selbst eine starke Hand haben. Man könnte es also komplett übertreiben und eine Overbet für ca. $2.000 ansetzen, um mit unserem Bluff die starken Hände zu balancen.

Man muss es aber auch nicht übertreiben. So könnte man sich für eine groß Bet à la 3/4-Potsize-Donk entscheiden, um nicht direkt zu suggerieren, dass man den Flush hat ... aber moment, wir haben ja gar keinen!?

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Die Auflösung zur vorherigen Hand

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Beim letzten Mal hatten wir eine tolle Hand mit Bill Perkins und wollten wissen, ob wir unseren geflopten Flush am Turn gegen das Check/Raise des Gegners callen oder 3-betten sollten.

Über 60% von euch haben sich für die richtige Variante, den Call entschieden. Das hat natürlich den Vorteil, dass man die eigene Stärke kaschiert, aber der Hauptgrund hier nicht zu 3-betten ist einmal mehr das Balancing. Der Großteil unserer Range ist dafür einfach nicht stark genug, deshalb macht es Sinn, die komplette Range nur zu callen. Solver sehen dies im Übrigen genauso.

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