Die Bedeutung von Balance in der eigenen Range
Dara O'Kearney erklärt heute kurz und knapp, wie man eine Range richtig konstruiert und dadurch in jeder Situation sowohl Bluffs als auch starke Hände halten kann...

Ich habe vor Kurzem einen wenig begabten, leicht übergewichtigen Spieler gecoacht und wir sprachen über einen sehr interessanten Spot, in dem Balance eine sehr wichtige Rolle gespielt hat.
Es ging um eine Situation in einem PKO-Turnier: Mein Schüler traf am River die Nuts, wählte aber instinktiv eine kleine Betsize – obwohl der Gegner einen großen Stack hatte und es in einem PKO-Turnier eigentlich darum geht, seinen Gegner auszuschalten, um das Kopfgeld zu kassieren.
Ich fragte, warum er nicht größer angespielt hat, beispielsweise eine Overbet auf das Doppelte des Pots. Die Antwort war, dass der Gegner nicht folden soll. Ich wurde neugierig und wollte wissen, was passiert wäre, wenn der River eine Brick gewesen wäre. Mein Schüler meinte, dass er dann wahrscheinlich geblufft und etwa zwei Drittel des Pots angespielt hätte. Auch hier fragte ich, warum man am River nicht auch mit einem Bluff All-in gehen sollte? Die Antwort lautete: Weil ich nicht will, dass er callt.
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis er es kapiert hatte, aber für die restliche Pokerwelt habe ich einen Tipp, wie man seine Range konstruiert. Bluffs werden nicht funktionieren, wenn man seine starken Hände nicht auf die gleiche Art und Weise spielt. Der Gegner wird nie callen, wenn er denkt, dass die Range keine Bluffs enthält.
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