Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Kate & Walter: Verloren im 3-Bet-Pot

Unsere Heldin Kate befindet sich nach einem Preflop-Bluff in einer schwierigen Bluffcatcher-Situation am Flop. Der Turn bringt eine gute Karte, aber hat sie dann auch die perfekte Fortsetzung gefunden? Walter weiß mehr.

Kate

Kate: Hey Walter!

In dieser Hand hab ich mich etwas verloren und alleine im 3-Bet-Pot gefühlt. Preflop calle ich AJ als schwächste Hand und bluffe dementsprechend AT.

Am Flop hat meine Hand dieselbe relative Handstärke wie KK und QQ. Immerhin sind am Flop schon alle Hände, die das Aund Abeinhalten bei meinem Gegner unmöglich. Meine Hand ist also perfekt, um Bluffs bei meinem Gegner zu bestrafen und ich spiele Check/Call.

Der Turn bringt mir Two-Pair und ich schlage jetzt AQ und AK. Ich glaube nicht, dass es profitabel ist AT hier und am River direkt selber zu setzen. Dafür hat mein Gegner zu oft Sets, stärkere Two-Pairs und die Straße mit KQ.

Im Nachhinein denke ich aber, dass ich am River selber All-in hätte gehen sollen. Auch wenn ich vielleicht weniger als 50% Equtiy gegen die Call-Range meines Gegners hab, sollte ich besser abschneiden, als mit einem Check/Call. Was denskt du Walter?

Walter

Walter: Hey Kate!

Puh, das ist tatsächlich alles gar nicht so einfach! Preflop finde ich dich einen Ticken zu weit. ATsollte noch ein Fold sein. Ich empfehle dir die folgende Strategie, wenn du mit einem Openraise aus Middle Position im Small Blind konfrontiert bist:

Walters Range

Gelbe Hände callst du und mit den roten Händen bügelst du deinem Gegner eine 3-Bet über.

Am Flop treffen zwei sehr definierte Ranges aufeinander. Ich sehe es wie du und spiele mit Assen und teilweise AK eine Continuation-Bet. Als Bluff setze ich mit allen Flushdraws, Backdoor Flushdraws und KQ.

Meine Check/Call-Hände sind also AK, AT, QQ und KK. Davon möchte ich bis auf AT keine Hand selber setzen am Turn und spiele hier ebenfalls ausschließlich Check/Call.

Der River ist interessant und deine Situation sollte so aussehen:

Kate & Walter

Du solltest mit AK und KK checken und auf eine Bet deines Gegners folden. Mit ATo sollte jedoch tatsächlich ein direktes All-in am profitabelsten für dich sein.

Das liegt daran, dass dein Gegner mit AQ und AK am River nicht selber setzt, aber dein All-in manchmal mit den folgenden Händen callt:

Kate & Walter

Die Vorteile von einem Check liegen darin, dass du ab und zu ein All-in von einem Bluff abfängst. Das sollte aber in der Praxis viel seltener der Fall sein, als dass dein Gegner einen schlechten Call mit AK oder AQ macht, wenn du selber All-in gehst.

Es geht mich zwar nichts an, aber was ist mit Tony passiert? Hat die Chemie nicht gestimmt?

Kate: Tony hat sich leider beim Parabelflug während der Schwerelosigkeitsphase übergeben müssen und danach waren die Flugzeuge im Bauch dann auch verschwunden. Wir haben uns aber entschieden weiter Freunde zu bleiben. Was machst du eigentlich am Wochenende?

Walter: Ich bin dieses Wochenende leider schon zum "Kochen" verabredet.

Folgt ihr der Argumentation von Walter und Kate und findet auch ein direktes All-in am River mit ATo am besten?

Bisherige Folgen

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