Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Keine unnötigen Chips am FT verlieren

Dara O'Kearney verrät einen der größten Fehler, den Spielerinnen oder Spieler mit vielen Chips am Final Table machen, wenn sie versuchen, das Geschehen zu beherrschen.





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Dara O'Kearney

Ich habe letzten Monat einen Final Table erlebt, an dem der Chipleader den Sieg davontrug. Da wäre es schwierig gewesen, ihn davon zu überzeugen, dass er wiederholt einen Fehler machte, bei dem er massig an Equity verbrannte.

Der Fehler war ganz einfach: Er spielte zu viele Hände!

Es ist schwer, jemanden zu überzeugen, der gerade gesehen hat, wie ein aggressiver Big Stack ein Turnier gewonnen hat, indem er die Blinds unerbittlich attackiert hat, dass es ein Fehler war. Aber es gibt Situationen, in denen es definitiv ein Fehler ist.

Insbesondere als Chipleader sollte man auch tight spielen, wenn nur noch Reshove-Stacks übrig sind.

Damit meine ich Stacks, die zwischen zehn und 20 Big Blinds haben.

Weniger ICM-Druck

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Immer einen kühlen Kopf bewahren

Im Gegensatz zu dem, was die viele denken, haben Shortstacks am Finaltisch nur geringen ICM-Druck.

Ein Reshove ist sehr profitabel, denn wenn sie damit durchkommen, können sie in der Regel ihren Stack um etwa 20% erhöhen. Wenn man dazu noch von einem loosen Chipleader gecallt wird, stehen die Chancen gut, die eigenen Chips sogar zu verdoppeln.

Das ist die Range für den Teilnehmenden eines Final Tables UTG+1 mit 63 Big Blinds. Alle Kontrahenten aber maximal 20 Big Blinds:

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In diesem Spot werden trotz der frühen Position viele Hände geraist, allerdings sollte man auch einige Kombinationen wie beispielsweise Pocket Fives folden.

Sollte man als Chipleader viele Kontrahenten mit Reshove-Stacks haben, empfiehlt es sich tighter zu eröffnen, damit man dann ein mögliches All-In häufiger callen kann.

In der ersten Zeit rate ich sogar dazu, gegen Reshoves mehr zu folden als mann theoretisch sollte. So entwickelt man ein Gespür für seine Gegner und hält seine Chips zusammen.

Sollte die Shortstacks weiter aggressiv zu Werke gehen, muss man die Varianz natürlich in Kauf nehmen und korrekt callen. Andernfalls wird man exploitet, in dem man zu viel foldet oder zu tight eröffnet.

Im Allgemeinen kommen die Chips als Chipleader an einem Finaltisch jedoch von den mittleren und großen Stacks, die alles zu verlieren haben, wenn sie sich mit dem Chipleader anlegen. Augen auf gegen Shortstacks!

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