Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Neuer Mindset-Coach Steffen Rachut im Interview

In unserer englischen Community ist ein neuer Mindset-Coach aus Deutschland aktiv, der unseren Mitgliedern dabei helfen will, auch mental an den Tischen Höchstleistungen zu bringen.

SteffenRachut mindset coach
Steffen Rachut

Willkommen in der Pokerschule von PokerStrategy.com! Wann und wie bist du erstmals auf Poker gestoßen?

SteffenRachut: Ich habe 2006 angefangen zu pokern. Ich war damals ein recht guter Schachspieler und habe viele Wettkämpfe bestritten. Mehr und mehr Schachspieler haben sich zu der Zeit jedoch Poker zugewandt, da man es beim Schach leider auch als starker Spieler sehr schwer hatte, vernünftiges Geld zu verdienen. Ein Freund von mir hatte immer mal wieder Pokerbücher zu den Schachturnieren mitgebracht und eines Tages habe ich das Spiel dann selbst ausprobiert.

Wie sehen deine Erfahrungen aus im Bereich Mentalcoaching?

SteffenRachut: Noch bevor ich angefangen habe selbst Poker zu spielen, war ich sehr anfällig in Drucksituationen. Ich kann mich an viele Situationen in meiner Schachkarriere erinnern, bei denen ich schlichtweg nicht "den Sack zumachen" konnte, weil ich ein schlechtes Mindset hatte. Das war sehr frustrierend. Natürlich ist das Ganze aufgrund der Besonderheiten beim Poker während meiner aktiven Pokerkarriere dann noch schlimmer geworden. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht einmal, dass es so etwas wie Sport- und Leistungspsychologie gibt, bevor ich mich ernsthaft mit Poker befasst habe. Aufgrund meiner eigenen Defizite im Bereich mentale Stärke habe ich dann alles über die Funktionsweise der Psyche gelesen, was ich in die Finger kriegen konnte, insbesondere was den Bereich Sport und Leistung betrifft.

Etwa zur selben Zeit habe ich dann auch allgemein ein größeres Interesse für Psychologie entwickelt. Nach meinem Bachelor-Abschluss habe ich entsprechend ein Master-Studium im Bereich Psychologische Beratung aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich bereits, dass ich Leistungsträgern bei der Entwicklung eines starken Mindsets helfen wollte. Nach Ende des Studiums habe ich dann noch einige Akkreditierungen im Bereich Coaching und Hypnotherapie gesammelt, die mich noch besser auf die Arbeit mit dieser spezifischen Gruppe von Menschen vorbereitet haben. Im Anschluss war es dann nur logisch mit Pokerspielern zusammenzuarbeiten. Vor rund einem Jahr habe ich tiltfree.com gegründet, wo wir uns ausschließlich darauf konzentrieren, Pokerspielern dabei zu helfen, mentale Höchstleistungen zu erreichen, hauptsächlich durch Achtsamkeitstraining sowie Akzeptanz- und Commitmenttherapie.

In welchem Bereich wollen Pokerspieler am häufigsten deine Hilfe?

SteffenRachut: Das mit Abstand häufigste Problem ist "Tilt". Im Bereich Poker sind jedoch eine Vielzahl verschiedener Mindset-Probleme mit dem Begriff Tilt gemeint. Das ist ein Teil des Problems. Auch wenn es mittlerweile recht viele Informationen zu dem Thema gibt, denke ich dennoch, dass generell nach wie vor ein unzureichendes Verständnis für das Konzept vorliegt. Abgesehen von Tilt kommen viele Spieler auch zu mir, weil sie im Allgemeinen unzufrieden mit ihrem persönlichen Leben sind. Manchmal steht das im direkten Zusammenhang mit dem Dasein als Pokerprofi, manchmal aber auch nicht. Der Trend scheint aber zu sein, dass mehr und mehr Profis mittlerweile realisieren, dass ein allgemein zufriedenes und ausgeglichenes Leben sehr dabei hilft, auch beim Poker Höchstleistungen zu bringen und dass ein Coach in dieser Hinsicht sehr weiterhelfen kann.

An die heutigen Pokertrends anpassen

PokerStrategy.com coach

Thema:

Mindset

Coach:

SteffenRachut

Status:

Gratis

Dauer:

20 Minuten

Sprache:

Englisch

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Dein Debütvideo dreht sich um die Anpassung an aktuelle Pokertrends. Was genau ist damit gemeint?

SteffenRachut: Zunächst einmal kommen diese Trends natürlich schon seit einigen Jahren zustande. Poker ist deutlich schwieriger geworden, sodass viele Spieler mehr Zeit investieren müssen, um das eigene Spiel weiterzuentwickeln. Insbesondere wenn man angefangen hat zu pokern, als es noch deutlich einfacher war Geld zu machen, fällt die Umstellung nicht leicht. Gleichzeitig haben viele Spieler gemerkt, dass sie das Spiel allgemein deutlich professioneller angehen müssen, wenn sie weiterhin der Zeit voraus sein wollen. Ein Aspekt dieser Entwicklung ist, dass auch die mentale Seite des Spiels mehr in den Fokus gerückt ist und ernster genommen wird. Da die Konkurrenz insgesamt deutlich stärker geworden ist, suchen viele Spieler auch in anderen Bereichen als bisher üblich nach einer Edge, beispielsweise im mentalen Bereich.

Es gibt ein Klischee, dass insbesondere deutsche Pokerspieler im mentalen Bereich sehr stark sind. Woran könnte das liegen?

SteffenRachut: Naja, grundsätzlich bin ich eigentlich kein großer Fan von Stereotypen. Vielleicht haben die deutschen Spieler ja vermehrt die Veranlagung für ein solides mentales Spiel. Wir gelten ja eher als emotional unterkühlt, was vielleicht dem einen oder anderen am Pokertisch weiterhilft. Außerdem sollen die Deutschen ja eine hohe Arbeitsmoral haben, die sich günstig auswirken könnte. Das sind jedoch nur Hypothesen. Letztendlich bin ich überzeugt, dass jeder ein starkes mentales Spiel entwickeln kann.

Was können wir mit Blick auf Content in Zukunft von dir erwarten?

SteffenRachut: Ich habe bereits ein paar interessante Themen in der Hinterhand. Es wird Content zur Entwicklung von Routinen und Gewohnheiten geben, die die Gestaltung des Alltags als Pokerspieler effizienter machen. Darüber hinaus werde ich ein oder zwei Videos dem Thema Lernen allgemein widmen, um Spielern bei der Entwicklung einer gesunden Balance zwischen Theorie und Praxis zu helfen. Das sind auf jeden Fall die Pläne für die nahe Zukunft.

Vielen Dank für das Interview, Steffen! Wir freuen uns sehr auf weiteren Content von dir!

poker video

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