PokerStrategy.com fragt, Leo Margets antwortet
Wir haben ein Interview mit dem Gesicht von 888.com Pacific Poker geführt: Leo Margets. Erfahrt im ersten Teil des Interviews, wie sie zum Poker kam, was sie über Frauen im Poker denkt und wieso es manchmal ein Vorteil sein kann, unterschätzt zu werden.
Leo Margets ist eine professionelle Pokerspielerin, die unseren Partnerraum 888.com Pacific Poker repräsentiert, sowohl in Online- als auch in Live-Turnieren.
In unserem Interview mit ihr spricht sie darüber, wie sie mit dem Pokern anfing, was sie über ihre Pokerkarriere denkt und über ihre Meinung zu dem Spiel, das immer noch von Männern dominiert wird.
888.com Pacific Poker ist zudem der offizielle Sponsor der Black Member Party. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Promotions für unsere Pokerstrategen:
- Noch mehr Promotions folgen in Kürze!
Wenn ihr bei 888.com Pacific Poker spielt und Ideen zur Verbesserung der Software habt, könnt ihr diese im folgenden Thread loswerden:
Dieses Interview besteht aus zwei Teilen, von denen es heute den ersten für euch gibt. Der zweite Teil folgt in Kürze, also bleibt dran!
Hola, Leo Margets!

Leo Margets: Es ist alles eher zufällig passiert – ich habe Poker vor vier Jahren durch einen Bekannten entdeckt, der schon Poker gespielt hat, als es noch nicht in ganz Spanien bekannt war. Ich habe mich sofort verliebt (in den Bekannten und in das Spiel!), was sich zu zwei sehr starken Beziehungen entwickelt hat. Ich habe im örtlichen Club bei uns angefangen und bald darauf am ersten Live-Event teilgenommen, dem University Championship in meiner Heimatstadt Barcelona … und habe es gewonnen! Dann trat 888.com an mich heran und eröffnete mir die Möglichkeit, es in nationalen Turnieren zu vertreten, was ich natürlich sofort angenommen habe!
Das war in 2008 und von dem Moment an ging alles sehr schnell. Ich denke immer, dass man Glück haben muss und bei mir kam dazu noch perfektes Timing, so dass ich keine Angst hatte, für meinen Traum zu kämpfen – was nicht unbedingt darin bestand, ein Pro zu werden, aber eben das zu tun, was mich glücklich macht, und das war dann Poker.
PokerStrategy.com: Poker ist ein Spiel, das von Männern dominiert wird. Wieso denkst du, dass das so ist?
Leo Margets: Das ist eine Frage, die ich mir auch manchmal gestellt habe, und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es mit Konkurrenzdenken zu tun hat – eine andere Erklärung fällt mir sonst nicht ein. Wir, also Männer und Frauen, besitzen die gleichen Fähigkeiten, also denke ich, dass es etwas mit Wettbewerb zu tun hat und damit, immer der Beste sein zu wollen. Traditionelle Frauen sind nicht so sehr darauf fixiert, stets die Beste sein zu wollen, weil es auch bedeutet, männlicher zu sein.
Ich denke auch, dass in einigen Ländern Europas das Image von Poker immer noch mit Glücksspiel und der "dunklen Seite" verbunden ist. Die falsche Information in diesem Zusammenhang kann eine Menge Leute davon abhalten und da Frauen oft verantwortungsbewusster als Männer sind, kann es schon sein, dass sie eine gewisse Angst davor haben, mit dem Spielen anzufangen.
PokerStrategy.com: Wie ist deine Meinung zu weiblichen Spielern und deren Fortschritt?
Leo Margets: Ich finde es gut, dass die meisten namhaften Pokerspielerinnen eine starke Persönlichkeit haben. Wir sind Frauen, die lieben, was sie tun, und wir haben uns entschieden, unsere Zeit in etwas zu investieren, was immer noch ungewöhnlich ist, uns aber in vielen Bereichen erfüllt. Zur Zeit hat es noch viele Vorteile, in dieser Welt eine Frau zu sein – wir bekommen mehr Aufmerksamkeit, aber ehrlich gesagt und trotz der Tatsache, dass "The last woman standing" mir sehr geholfen hat, meine Medienpräsenz zu erhöhen, hoffe ich auf den Tag, an dem es nichts Besonderes mehr ist, dass eine Frau pokert!
"Na los Leo, du musst im Main Event mitspielen!"
PokerStrategy.com: Gibt es jemanden, den du besonders achtest und respektierst? Wie sieht es mit männlichen Pokerspielern aus – hast du dort ein bestimmtes Vorbild?
Leo Margets: Ich respektiere natürlich alle, aber ein bestimmtes Vorbild habe ich weder bei den weiblichen noch bei den männlichen Spielern. Es gibt eine ganze Menge Spieler, deren Spiel ich bewundere und viele Freunde, von denen ich eine Menge gelernt habe, aber ich wollte nie genau so wie eine bestimmte Person sein.
PokerStrategy.com: Eine Frau am Tisch zu sein, kann Vor- und Nachteile haben. Inwieweit betrifft dich das in Offline-Events?
Leo Margets: Normalerweise fühle ich mich wie jeder andere Typ, aber trotzdem passiert es von Zeit zu Zeit, dass ich an Australopithecus-Tischen sitze, wo es mir vorkommt, als hätten die Spieler seit Ewigkeiten keine Frau mehr gesehen. Ich hasse das Gefühl, ständig beobachtet zu werden oder zu wissen, dass die Leute am Tisch über mich reden. Manchmal kann es auch von Vorteil sein, wenn ein Spieler mich nicht kennt und mich auf den Stereotyp reduziert, als Frau schwächer zu sein als ein Mann – das ist großartig! Es gibt im Poker nichts, was besser ist als Gegner, die mich falsch einschätzen.
PokerStrategy.com: Du repräsentierst ja vor allem 888.com Pacific Poker online und in Live-Turnieren. Wie kam diese Partnerschaft zustande und was denkst du persönlich über 888.com?
Leo Margets: Das habe ich ansatzweise ja schon in der ersten Frage erklärt. Das zweite wichtige Ereignis war kurz vor der WSOP 2009, als ich bereits als Referenz in Spanien galt und einige mediale Aufmerksamkeit bekam, auch wenn ich keine außergewöhnlichen Ergebnisse vorzuweisen hatte. Mein Budget war, wie gesagt, nur für nationale Events ausgelegt, doch dann wollte ein Journalist über ein Pokerturnier schreiben, bei dem ausschließlich Frauen spielen, und so kam es, dass ich an einem Side Event der WSOP teilgenommen habe.
Ich kam danach nach Hause, hatte keinen Erfolg vorzuweisen, aber dann sagte ein Freund: "Leo, du solltest 888.com überzeugen, dich am Main Event teilnehmen zu lassen und dir das Buy-in zu bezahlen, denn wie kann jemand, der eine Referenz im Poker ist, nicht an DIESEM Event teilnehmen?!" Mir war klar, dass das eine schwere Aufgabe ist, aber ich wollte es versuchen.
Nach vielem Hin und Her teilte 888.com mir dann zwei Tage vor Beginn des Main Events mit, dass ich mitspielen könne – ich war die glücklichste Person der Welt!! Ich versprach, für ordentliche Unruhe dort zu sorgen und habe mein Wort auch gehalten. Aus all den genannten Gründen liebe ich meinen Sponsor, denn 888.com hat vom ersten Moment an an mich geglaubt, als mich noch niemand kannte, und ich bin wirklich dankbar für das Vertrauen.
"Natürlich bin ich bei der Black Member Party dabei!"
PokerStra

Leo Margets: Natürlich bin ich bei der Party im Februar dabei und ich freue mich schon sehr darauf!
PokerStrategy.com: Wie fühlt es sich an, ein professioneller Pokerspieler zu sein? Was sind deiner Meinung nach die Ups und Downs dieses Lebens? Wie vereinbarst du Poker mit deinem Privatleben?
Leo Margets: Für den Außenstehenden sieht das Leben als Poker-Pro natürlich super aus! Ich sage nicht, dass es ein schlechtes Leben ist, tatsächlich ist es großartig, aber es ist nicht das glamouröse Reisen und große Turniere spielen und nebenbei nur Party. Es ist auch mit viel Druck verbunden, den man vor allem spürt, wenn man selbst weiß, dass man gut gespielt hat, es aber kein vorzeigbares Ergebnis gibt, was leider oft genug passiert. Ich gehöre zu den wenigen Spielern, die einen Sponsor haben, denn sonst ist es sehr viel schwieriger, wenn man an einem Punkt aufhören muss, an dem die Bankroll in den Keller geht. Außerdem muss man psychisch sehr stark sein, um als Poker-Pro bestehen zu können.
Es ist also alles nicht immer so leicht. Im Moment geht es mir gut damit, dass ich nicht so viel Zeit für mein persönliches Leben habe, aber ich weiß, dass der Moment kommen wird, an dem es mir fehlt und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen werde. Die meisten meiner Freunde haben normale Jobs, die um 9 Uhr anfangen und spätestens um 19 Uhr aufhören, und während sie an den Wochenenden frei haben, bin ich fast immer unterwegs, um Poker zu spielen. Ich vermisse es auch, Zeit für andere Dinge zu haben, die mir ebenfalls Spaß machen.
PokerStrategy.com: Wie bereitest du dich auf ein Turnier vor? Gibt es spezielle Abläufe, mit denen du dich auf dein Spiel einstimmst?
Leo Margets: Vor einem langen Pokertag mache ich gerne etwas Sport, um mich ruhig und relaxt zu fühlen. Das hat mir schon immer geholfen, meine Konzentration am Tisch aufrecht zu erhalten. Allerdings hat meine Erfahrung beim Main Event der WSOP diesen Glauben etwas erschüttert, nachdem ich dort acht Tage lang nur einmal am Tag gegessen, keinen Sport gemacht und nur fünf statt der nötigen neun Stunden geschlafen habe. Dennoch habe ich genauso konzentriert wie immer gespielt und das beste Ergebnis meiner Pokerkarriere erzielt.
To be continued...

