Wann habt ihr das letzte Mal mit einer Hand gecallt, die ausschließlich dazu gedient hat, den Bluff des Gegners zu "fangen"? Solche Hände nennt man im Poker "Bluffcatcher", da sie nicht stark genug sind, um aus reinen Valuegründen gecallt zu werden.
Man callt sie, da man glaubt, der Gegner würde in Situation XY zu viel Bluffen. Die wenigsten werden aktiv solche Bluffcatcher ins eigene Spiel einbauen, da dies immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist.
Setzt man einen Bluffcatch an der falschen Stelle ein, wird es sehr teuer. Daher lassen viele solche Bluffcatches komplett weg und gerade auf kleineren Limits ist dies auch die richtige Entscheidung.
Warum also überhaupt bluffcatchen?
Dennoch möchte euch FaLLout86 heute in seinem aktuellen Video zeigen, was es braucht, um in der richtigen Situation den Bluffcatch auszupacken.
Das Allerwichtigste dabei ist wie immer das Handreading - und zwar Street für Street. Sicher seid ihr ebenfalls schon mal in einer Situation am River gewesen, bei der ihr euch gedacht habt "mit was bettet/raist er denn hier, der kann da doch gar keine Valuehand haben".
Wenn man in so einem Fall ein gutes Handreading hat und wirklich alle starken Hände eliminieren kann, da der Gegner vorher schon hätte folden müssen, ist dies der perfekte Spot, um einen Bluffcatch auszupacken.
Bluffs "fangen" - gewusst wie!
Das Zweitwichtigste ist unsere eigene Range. Je schlechter unsere Range ist, desto eher wird der Gegner schließlich versuchen uns zu bluffen. Wobei wir da direkt beim nächsten Thema wären: der Gegner!
Der Gegnertyp ist nämlich auch interessant. Je passiver der Gegner ist, desto seltener wird er generell versuchen zu bluffen. Man braucht also einen aktiven Spieler, der im besten Fall dazu neigt zu aggressiv zu spielen.
Natürlich geht unser Coach im Video deutlich ausführlicher auf diese und noch mehr Punkte ein. Nach dem Theorieteil wird das Gelernte dann auch direkt wieder in die Praxis umgesetzt.