Samstagskaffee - Interview mit Laura Cintra
Lasst uns gemeinsam ins Wochenende starten mit der richtigen Musik, einem schnellen Quiz und einem Interview mit einer brasilianischen Pokerspielerin.
Samstagmorgen ist ein besonderer Zeitpunkt innerhalb der Pokerwoche. Hobbyspieler kurieren den Kater vom Freitagabend nach einer anstrengenden Arbeitswoche aus, während Profispieler hingegen den ersten richtigen Arbeitstag in Angriff nehmen und das ganze Wochenende über grinden werden.
Uns ist es jedoch egal, ob ihr Reg oder Rec seid. Wir wollen dabei helfen, dass ihr mit der richtigen Stimmung in den Tag starten könnt, egal welchem Camp ihr angehört. Macht euch also einen leckeren Kaffee, schließt euer Headset an und... genießt den Samstag.
Wir starten mit einem Pokermusik-Clip, einem energiegeladenen Song, der uns wie starker irischer Kaffee in Stimmung bringt. Anschließend bringen wir die grauen Zellen mit einem kurzen, eher superkurzen (ihr seid vorgewarnt) Pokerquiz auf Trab.
Zum Abschluss folgt das Highlight: ein Interview mit der brasilianischen Pokerspielerin Laurinha Cintra, die nicht nur vor der Kamera zum Träumen einlädt, sondern das Spiel auch mit einer vorbildlichen Einstellung in Angriff nimmt.
Pokermusik-Clip - Rose Tattoo
In dieser Woche geht es nach Boston zu einem Homegame samt Whiskey und jeder Menge schwer tätowierter US-Iren. Grand song, mates!
Pokerquiz - Mixed-Games-Rekordturnier
Inspiration der Woche - Laura Cintra

Wie lautet dein Name? Laura Cintra.
Wie alt bist du? 24 Jahre alt.
Wo lebst du? Ich komme aus Birigui, eine kleine Stadt in der Nähe von São Paulo in Brasilien. Mittlerweile lebe ich aber in Santos, einer traumhaften Stadt in Strandnähe.
Wann hast du angefangen zu pokern? Ich bin in einer sehr kleinen Stadt aufgewachsen. Ich habe sehr hart gearbeitet und verschiedene Jobs und Unternehmen ausprobiert, bevor ich Poker entdeckt habe. Zunächst begann das Ganze als Hobby, meine Mutter hat mir dann jedoch verboten zu pokern, als sie Wind davon bekam.
Sie denkt einfach, dass Poker unangemessen für anständige Leute sei, vor allem für junge Frauen. Sie verglich es stets mit anderen schlechten Angewohnheiten und sieht es als unmoralisch an. Ich habe immer wieder versucht sie zu überzeugen, dass Poker tatsächlich ein Denksport ist und auch zu einem Beruf werden kann.
Trotz vieler Mühen hat sie ihre Meinung jedoch nicht geändert, mir den Geldhahn abgedreht und mich schließlich rausgeworfen. Ich konnte nicht mehr länger auf die Unterstützung meiner Familie bauen, sodass ich mittlerweile allein vom Poker und Marketing lebe. Seit nun schon einem Jahr klappt das!

Was war dein bisher größter Erfolg? Ich sehe mich selbst noch nicht als Profi. Das beste Resultat waren rund $4.500 bei einem Highroller hier in Santos. Ich bin mir aber sicher, dass das Beste noch kommen wird.
Wer ist dein Idol an den Tischen? Ich habe eher lokale Idole, zum Beispiel Zilkar Baranow. Er kann nicht nur gute Resultate aufweisen, sondern hat auch eine tolle Arbeitseinstellung und einen tollen Lifestyle.
Wo siehst du deine beste Eigenschaft mit Blick auf Poker? Ich bin ein sehr fleißiger Mensch. Ich arbeite jeden Tag daran mein Spiel zu verbessern. Ich analysiere mein Spiel mindestens drei Stunden pro Tag und spiele acht bis zehn Stunden pro Tag online. Ich halte mich auch körperlich fit und mache ein besonderes Training, um auch bei Live-Turnieren durchzuhalten.
Was ist Poker für dich? Poker ist für mich ein großartiger Sport, der wie viele andere Sportarten je nach Person auch Beruf oder Hobby sein kann. Für mich ist es ein fantastischer Job.

Was ist einer deiner Träume mit Blick auf Poker? Ich erstelle Videos bei YouTube, um den Leuten klarzumachen, darunter auch meine Mutter, dass Poker kein Glücksspiel sondern ein Denksport wie Schach ist.
Ich will klarstellen, dass Poker von Frauen und Männern gespielt werden kann. Es sollte keine Vorurteile gegenüber dem Spiel geben, denn es ist aus meiner Sicht ein Sport wie jeder andere. Einer der interessantesten Aspekte dabei ist, dass Männer und Frauen auf gleicher Basis miteinander konkurrieren können.
Das ist manchmal ein schwieriges Unterfangen, da es immer noch Vorurteile gibt und manche Kerle sehr unhöflich und respektlos sein können. Wir Frauen müssen jedoch unsere Kompetenz beim Spielen und nicht durchs Argumentieren zeigen.
Wer mehr über Laura und ihre Pokerkarriere erfahren und sie unterstützen möchte, kann ihr auf verschiedenen Social-Media-Kanälen folgen:
Und natürlich ist sie auch ein Fan von PokerStrategy.com!


