Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Seid ihr bereit für NL50-Zoom mit SonMokuh? [Interview]

Nachdem sein erstes Video hervorragend bei der Community ankam, präsentiert euch unser No-Limit-Experte heute die Fortsetzung.

Variante: No-Limit
Produzent: AdminSonMokuh
Status: Gold+
Länge: 44 Minuten

Zum neuen Video

In seinem Debüt-Video hatte sich AdminSonMokuh an die NL25-Tische gewagt, heute geht es eine Etage höher: Unser Coach analysiert eine gespielte Session auf NL50.

"Das Video richtet sich natürlich besonders an alle Low-Stakes-Zoom-Spieler, aber auch für Anfänger auf den Micros oder alle anderen 6-max-Spieler sollten interessante Spots dabei sein", erklärt unser Experte.

Es empfiehlt sich, zuerst das erste Video anzuschauen, bevor ihr euch an das zweite Video wagt. "Ich wende ein paar Adaptions an den Pool an, die ich aus den ersten 50.000 Händen auf dem Limit abgeleitet habe. Ein Beispiel sind hohe Steal-Success-Werte. Dementsprechend habe ich in Late-Position meine Opening-Ranges erweitert und steale jetzt mit Händen, die ich im ersten Video gefoldet habe."

Macht euch bereit für NL50-Zoom von SonMokuh!

SonMokuh: Am allermeisten haben mir die Handbewertungsforen geholfen

PokerStrategy.com: Auch wenn du bereits dein zweites Video veröffentlicht, möchten wir dich offiziell im PokerStrategy.com-Coachingteam willkommen heißen. Warum hast du dich dazu entschlossen, künftig auch als Videoproduzent aktiv zu sein?

AdminSonMokuh: Vielen Dank! Ich bin ja schon seit längerem Handbewerter in den No-Limit-Foren und hatte immer viel Spaß beim Analysieren und Bewerten. Irgendwann mal Videos für PokerStrategy.com zu produzieren und Coachings anzubieten, war für mich der nächste logische Schritt auf dem Weg das Hobby zum Beruf zu machen. Momentan bin ich zwar noch Student, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, mich nach dem Studium ein paar Jahre ausschließlich mit Pokern zu beschäftigen.

Allerdings habe ich keine Lust, täglich sechs bis acht Stunden allein in der Bude zu sitzen und nur zu grinden. Da ist der Job als Freelancer für PokerStrategy.com natürlich genau das Richtige. Ich lerne ja schließlich auch selbst noch einiges, wenn ich in Videos meine Lines begründen oder beim Coachen noch einmal alte, für mich längst selbstverständliche Strategien oder Spielzüge besprechen muss.

PokerStrategy.com: Kannst du uns ein wenig zu deiner bisherigen Pokerlaufbahn verraten - auf welche Varianten und Limits hast du dich spezialisiert?

AdminSonMokuh: So richtig habe ich mit dem Pokern erst angefangen, als ich über meinen damaligen Mitbewohner (der zu der Zeit schon vom Heads-Up gelebt hat) auf PokerStrategy.com aufmerksam wurde. Wie ich davor gespielt habe, weiß ich leider nicht mehr. Ich würde aber einiges dafür geben, wenn ich das noch einmal sehen könnte (lacht). Jedenfalls war ich natürlich begeistert, als ich gesehen habe, wie viel Geld man damit verdienen kann. Dass das alles auch Zeit und Arbeit kostet, war mir damals natürlich nicht so richtig klar.

Also ging es direkt los mit den $50 von NL2 bis NL10 FR (iPoker), dann der Wechsel zu Shorthanded, weil die Fullring-Action auf NL10+ seltener war und dann fleißig hin und her geswingt mit einer Bankroll zwischen $50 bis $400 - bis ich irgendwann langsam kapiert habe, wie das Spiel läuft. Von da an habe ich mit recht loosem Bankrollmanagement (10 bis 15 Stacks) und sehr guter Table-Selection relativ zügig den Aufstieg auf NL50 geschafft (Herbst 2010 schätze ich). Dort erst einmal eine Weile stagniert, Heads-Up ausprobiert, fast broke gegangen und bei NL2 neu gestartet. Gleiches Spiel noch einmal, wieder mit loosem BRM, dafür aber ohne Heads-Up und ab NL100 ein "tighteres" BRM gewählt. Mit 20 Stacks für NL200 (Herbst 2011) natürlich immer noch Maniac-Style im Vergleich zu heute.

Anfang 2012 hab ich dann einen Teil meiner BR ausgecasht und die anonymen NL50 & NL100-Tische bei Unibet ausprobiert. NL50, NL100 und gelegentlich NL200, wenn die Tische gut waren, war dann mein Maingame für die nächsten 1,5 Jahre, bis sich bet365 und Unibet fast gleichzeitig dazu entschlossen haben, die Games zu ändern. Also habe ich im Sommer 2013 einen Teil meiner Bankroll bei PokerStars eingecasht und erst mal NL25-Zoom angetestet. Das war schon eine ziemliche Umstellung im Gegensatz zu früher. Aus soliden, eher tighten Regs, wie ich sie von früher kannte, wurden plötzlich Maniacs, die scheinbar keinen Fold-Button hatten. Wenn die bet365-Regs von 2011 oder 2012 4-Bets gecallt haben, waren das meistens Aces. Wenn bei Zoom jemand 4-Bets callt, war das alles, nur nichts Ordentliches. Ich habe ungefähr 20.000 Hände Zoom NL25 break-even gebraucht, bis ich kapiert habe, wie es läuft. Seitdem geht es relativ konstant aufwärts und ich gehe davon aus, in den nächsten vier bis sechs Wochen wieder NL100 angreifen zu können.

PokerStrategy.com: Was hat dir am meisten bei den Limitaufstiegen geholfen?

AdminSonMokuh: Am allermeisten haben mir wohl die Handdiskussionen geholfen. Gerade als Anfänger hat man am Anfang einfach gar keinen Plan und sollte regelmäßig alle Entscheidungen hinterfragen und im besten Fall natürlich von Coaches oder anderen Usern mit Fragen gelöchert werden. Mittlerweile bin ich ja selbst aktv als Coach beim Hände diskutieren und versuche dementsprechend, möglichst mit Fragen und nicht mit Antworten zur Lösung hinzuführen - wenn ich es nicht gerade vergesse und einfach meine Meinung schreibe (lacht). Hilfreich waren sicherlich auch Videos, Strategiediskussionen im Forum und Skype-Sessions mit anderen Usern. Außerdem habe ich regelmäßig meinem Mitbewohner beim Heads-Up über die Schulter geschaut und eigentlich dauernd mit ihm über irgendetwas Pokerrelevantes diskutiert.

PokerStrategy.com: Was möchtest du der Community in deinen Videos beibringen?

AdminSonMokuh: Ich verfolge in meinen Videos einen relativ simplen Ansatz ohne großartige Adaption, die mir mangels Sample (gerade auf NL25-Zoom, was ich seit Monaten nicht mehr gespielt habe) auch nicht möglich ist. Dabei versuche ich in den meisten Fällen möglichst gut gebalancte Ranges zu spielen. Das bedeutet, dass ich für die allermeisten Spots Standards habe, von denen ich selten abweiche und dadurch natürlich kaum große Fehler machen kann. Es ist mir zum Beispiel völlig egal, wenn ich in einer Session die ganze Zeit mit 3-Bets konfrontiert werde, immer die falschen Hände habe und folden muss.

Ich fang dann nicht einfach an, irgendetwas zu 4-betten, weil ich ja weiß, dass diese Hände klare Folds sind und ich andere Hände in der Range habe, die bessere Defends sind. Wenn viele aggressive Regs im Pool sind, fahre ich meine Stealing-Ranges auf ein normales Niveau zurück und spiele einfach mein Standard-Game. Ich denke, das ist etwas, was auf NL25 und NL50 noch nicht so richtig realisiert wird und die Winrates von eigentlich soliden Regs zerstören kann.

Daher ist mein Fokus für die Videos einfach ein gutes Standard-Game zu spielen und dann abhängig vom Pool (zum Beispiele hohe Steal-Success-Werte) die Ranges anzupassen. Das ist auch der Unterschied zwischen meinem ersten und meinem zweiten Video: Im ersten Video habe ich noch keine Adaptions an den Pool im Gameplan und spiele einfach mein 0815-Game mit normalen Stealing und aggressiven beziehungsweise verhältnismäßig weiten Defending-Ranges.

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