Tritt Fallensteller Fallout doch noch aufs Gas?
Slowplay oder Fastplay? Das ist erneut die Frage. Und unser Coach zeigt euch im Video genau, in welchen Situationen was den meisten Value verspricht.
Im zweiten und letzten Teil seiner Miniserie stellt sich Fallout86 erneut eine der ältesten Fragen im Onlinepoker: Volle Kapelle mit einem Fastplay attackieren oder doch erstmal durchatmen und den Gegner stilvoll vernatzen mit einem hinterlistigen Slowplay?
Ein Fastplay bezeichnet dabei die Spielweise, die man schon als Einsteiger beigebracht bekommt und die in den meisten Fällen auch die profitablere darstellt. Haben wir eine starke Hand oder ein Monster, dann bleiben wir aktiv und offensiv. Sind wir an der Reihe, betten wir. Hat der Gegner gebettet, dann raisen wir. Diese aggressive Spielweise bringt den großen Vorteil mit sich, dass wir immer die Initiative haben und mit unseren starken Händen stets möglichst viel Value extrahieren.
Sollte der Gegner nur callen, dann können wir auf der nächsten Straße die Aggression einfach fortführen. Außerdem kontrollieren wir so die Größe des Pots und sorgen dafür bis zum Showdown ein All-In zu erreichen und um Stacks zu spielen, wenn wir mit hoher Wahrscheinlichkeit die beste Hand oder sogar die Nuts halten.

Wunderwaffe Slowplay?
Ein Nachteil kann darin bestehen, dass wir schwache bis mittelstarke Hände unseres Gegners frühzeitig aus der Hand drängen und so eventuell Value liegen lassen. So sinkt je nach Boardtextur logischerweise die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner eine starke Hand hat, wenn wir bereits ein Monster halten.
Außerdem sorgt unsere Aggression automatisch dafür, dass es dem Gegner deutlich schwerer fallen wird zu bluffen, da seine Bluffs sehr schnell sehr teuer für ihn werden. Zudem kann er mit einem Bluff oft keine Foldequity mehr kreieren, da er Gefahr läuft sich mit einem Bluffraise auf Grund der verbliebenen Stacksizes zu committen. In solchen Fällen kann ein Slowplay an der richtigen Stelle Wunder bewirken. Sei es nun ein Check zum Gegner, um eine Bet zu provozieren oder ein Call gegen einen Raise des Gegners, um auf den folgenden Straßen eventuell weitere Bets unseres Gegners einzusammeln. All diese Aktionen gelten als Slowplay. Wichtig ist aber zu wissen, wann welche Spielweise Sinn macht!
Unser Coach hat sich hierfür an vier Tische bei BetOnline gesetzt und dort eine actionreiche Session aufgenommen. Im Sessionreview geht er die Hände nochmal durch und achtet dabei besonders auf die Frage, wann ein Fastplay oder Slowplay sinnvoller gewesen wäre? Direkt in der ersten Hand gabelt er dabei ein Set ohne Position im Big Blind auf und sieht sich mit einem drawlastigem Board konfrontiert. Wie er diese Situation meistert, seht ihr im Video!
